Abigag 2012 – Ein abikalyptischer letzter Schultag

Am Donnerstag, den 29.03., fingen wir um 17.00 Uhr mit den Vorbereitungen für unseren Abigag „Abikalypse 2012“ an. Wir bauten die Bühne um und verteilten den Rindenmulch, den wir freundlicherweise vom Gartencenter Stassen gespendet bekommen hatten. Dies dauerte etwas länger, da wir mehrere Fuhren brauchten. Dann deckten wir die Dachfenster ab, klebten die Fenster der Türen in Kleinstarbeit mit Zeitungen ab, kleideten die Bühne in Goldfolie, bauten die Technik auf und bereiteten uns aufs Grillen vor. Das hört sich zwar nicht nach viel Arbeit an, ist es aber! Allerdings kam vorher das Schrottauto an, welches wir in die Aula stellen wollten. Nur leider machte uns der noch vorhandene Tank einen Strich durch die Rechnung, sodass wir das Auto kurzerhand so gut wie möglich zerlegten und die Einzelteile in der Aula verstreuten. Dann konnten wir endlich essen und es uns kurz gemütlich machen, bevor wir anschließend die Tanz-Generalprobe abhielten. Doch auch danach waren wir noch nicht fertig mit den Vorbereitungen. Sowohl die Deko in Form von Leinen mit zerrissenen Kleidungsstücken mussten noch aufgehangen werden als auch die Statuen noch auf die Bühne gestellt werden. Währendessen wurden einige Klassenzimmer von innen zutapeziert, das große Lehrerzimmer mit Stuhlpyramiden und einem großen Netz aus Kordeln versehen und das kleine Lehrerzimmer auf die Ankunft des lebenden Huhns vorbereitet, das den Lehrern den Morgen versüßen sollte. Nun gönnten sich einige von uns eine kleine Mütze Schlaf, bevor wir uns dann daran machten, unsere Kostüme fertig zu machen und uns mit Narben zuzukleistern. Und dann war es schon sieben Uhr morgens. Da die ersten Schüler bald kommen würden, begannen viele mit ihren Vorbereitungen für die anstehende Wasserschlacht: Wasserpistolen füllen, Wasserbomben vorbereiten, Eingänge absichern, das übliche Prozedere. Zwar wurden wir dazu angehalten, nicht zu übertreiben, aber wenn ein Schüler uns nass machen wollte, musste er mit einer ausgedehnteren, persönlichen „Zuwendung“ rechnen. Pünktlich zum Klingeln wurden dann die Türen geöffnet und nachdem die Schüler ihre Sachen in den Klassenräumen abgelegt hatten begann unser Abigag. Zunächst zur Story: Die Abikalypse, die die Maya mit ihrem Kalender für das Jahr 2012 vorhergesagt haben, ist eingetreten. Die einzigen überlebenden sind die Lehrer und die Schüler, die nun in einem großen Wettkampf um die Gunst des Obermayas Uli II. (Herr Damschen) kämpfen müssen. Bei der ersten Prüfung handelte es sich um einen Parkours in der Aula, den sowohl ein Schüler als auch eine Lehrerin durchqueren mussten, ohne dabei die in der postapokalyptischen Zeit sehr kostbaren Lebensmittel (zwei Eier in einem Becher) zu verlieren. Danach musste überlebenswichtiges Obst mit dem Mund aus dem Wasser gerettet und schließlich eine Barriere aus Staub, verkörpert von einer Schüssel voll Mehl, durch Wegpusten beseitigt werden. Die Lehrerin, Frau Arste, glänzte gleich zu Anfang mit der Zerstörung der Lebensmittel und musste sich letztlich Christopher Schöpp geschlagen geben. Er brachte beide Eier sicher ins Ziel und schaffte es, sowohl das Obst vor ihr zu beschaffen als auch die Barriere vor Frau Arste wegzupusten, womit er den Parkours gewann. Die zweite Aufgabe bestand darin, sein Wissen zu beweisen, denn der Wille des großen Obermayas ist es schließlich, dass nur die besten überleben. Leider kam es bei dem Spiel zu einiger Verwirrung. Dies hielt die teilnehmenden Lehrer, Frau Küllmer und Herrn Plenkers (der eigentlich pensioniert ist, aber einspringen musste, weil kein anderer Lehrer sich dazu bereit erklärte, noch einmal ein Dankeschön dafür), und Schüler, Jenny von Wirth und Daniel Paukner, nicht davon ab, ihr Bestes zu geben. Auch dieser Wettkampf ging zu Gunsten der Schüler aus, welche sich danach mit einem Tanz beim Obermaya für ihr Glück bedankten. In der dritten Prüfung „Fressen oder Gefressen werden“ mussten je zwei Schüler (Sarah Uphoff, Joss-Pepe Strache) und zwei Lehrer (Frau Romanus, Herr Breidbach) nun beweisen, dass sie in der überlebensfeindlichen Welt die sicheren von den giftigen Lebensmittel unterscheiden können. Dazu bekamen sie immer zwei Speisen vorgesetzt und mussten sie mit verbundenen Augen erkennen.

Nach einigem Ekel über Kombinationen wie Nutella mit Chilisoße oder Lakritz mit Ziegenkäse konnten die Schüler einen knappen 3:2 Sieg davontragen. Als letztes musste nun beim Kampf um das letzte Wasser möglichst viel von dem Wasser in einem Becher aufgefangen und in einen Eimer geschüttet werden, welches der andere Teamkamerad aus dem ersten Stock hinunter goss. Hier konnte sich das Lehrerteam aus Frau Groddeck und Frau Jeckel knapp gegen Ivo Bär und Dennis Röhrig durchsetzen. Mit dem Endstand von 3:1 für die Schüler war somit nun eigentlich das Aus der Lehrer besiegelt, doch in Anbetracht ihrer großen Leistungen während des Wettkampfs beschloss der Obermaya in seiner großen Güte, zusammen mit den großzügigen Schülern, die Lehrer zu verschonen, in der Hoffnung, dass jene diese gute Tat bei der Korrektur der Abiprüfungen einfließen lassen würden.

Und damit war der Abigag „Abikalypse 2012“ auch schon wieder zu Ende. Zum Schluss möchte sich die Stufe 13 noch bei den Lehrern und Lehrerinnen bedanken, die uns sowohl in der Abinacht „betreut“ haben, als auch bei denen, die so mutig waren und an unseren Spielen teilgenommen haben. Ein zusätzlicher Dank geht noch an den Hausmeister Herrn Klee, welcher uns die ganzen zwei Tage begleitet und unterstützt hat und vor allem beim Abbau eine große Hilfe war.