Auf römischen Spuren – Die 6a zu Besuch im Prätorium, dem römischen Statthalterpalast in Köln

Bei fast italienischen Sommertemperaturen ging es am 4. Mai 2018 für die Klasse 6a und ihre Geschichtslehrerinnen Frau Gregor und Frau Stuhlmüller nach Köln, um das Prätorium, den römischen Statthalterpalast zu besichtigen.

Ein römischer Palast in Köln? Ja, allerdings befindet dieser sich im Keller. Und so nutzten die Schülerinnen und Schüler den Zugang in der Kleinen Budengasse und stiegen hinab in eine Zeit vor 1600 Jahren, als in Köln an genau dieser Stelle der römische Statthalter seinen Palast bewohnte. In einer einstündigen Führung konnten die jungen Historiker unter fachkundiger Anleitung die verschiedenen Bauphasen des Palastes rekonstruieren, den römischen Zement „opus caementinum“ bewundern und durch einen römischen Abwasserkanal laufen, der glücklicherweise nicht mehr in Betrieb ist.

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass die Fundamente des Prätoriums erst nach dem Zweiten Weltkrieg freigelegt wurden, als man das heute angrenzende Rathaus baute. Zeichen des Zweiten Weltkrieges ließen sich durch die begeisterten Forscher auch rekonstruieren, indem sie ein großes Loch im Mauerwerk entsprechend deuteten.
Auf viele Fragen konnten aber auch die Besucherführerinnen keine eindeutigen Antworten geben, da sich die Archäologen in vielerlei Dingen bis heute streiten: War es ein starkes Erdbeben, das den Riss im Mauerwerk verursachte, oder hat dieser einen ganz anderen noch unbekannten Grund? Wofür sind die Löcher in den großen Steinquadern gut? Handelt es sich hierbei eventuell um Reste des Gerüstbaus? Man weiß es nicht hundertprozentig!

Trotz aller noch nicht gelösten Rätsel verließen die jungen Historiker nach der Führung begeistert das Prätorium und stiegen aus der römischen Colonia wieder hinauf in das sonnige Köln. Denn dort wartete am Altermarkt auf alle ein leckeres Jetzt-Zeit-Eis!

A. Gregor