Besuch beim UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein

Einen Tag, bevor das GuGy offiziell zur Mitarbeitenden UNESCO-Projektschule ernannt wurde, fuhren die Klassen 8c und 8e am 27. Oktober 2021 nach Essen, um die Zeche Zollverein zu besuchen.

Anknüpfend an das im Geschichtsunterricht behandelte Thema „Industrialisierung“ wurden die Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen durch das ehemalige Zechengebäude geführt. Die Führung hieß „Über Kohle und Kumpel“ und so erfuhren die Gruppen, wie die Arbeit unter Tage als Kumpel seit Gründung der Zeche im Jahre 1851 bis zur Stilllegung der Förderanlagen 1986 ausgesehen hatte und welchen Weg die Steinkohle genommen hat, um ans Tageslicht zu kommen. Natürlich durften die Schülerinnen und Schüler nicht unter Tage fahren, aber auch die Besichtigung der oberirdischen Gebäude war beeindruckend. Kaum vorstellbar erschien den Schülerinnen und Schüler die Geräuschkulisse, in der die Kumpel arbeiten mussten. Per Knopfdruck wurden ihnen dann aber der Krach, den die Grubenwagen gemacht hatten, während diese schwerbeladen mit Steinkohle auf Gleisen durch die Hallen gerumpelt waren, eindrucksvoll präsentiert.

Im Anschluss an die Führung durften die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen – und endlich ohne Lehrer – auf eigene Faust das Gelände der ehemaligen Zeche erkunden. Mit Arbeitsaufträgen versehen befragten sie andere Besucher, welchen Anlass sie hätten, die Zeche Zollverein zu besuchen, ob sie wüssten, dass die Zeche ein UNESCO-Welterbe ist und inwiefern sie darüber informiert seien, warum die Zeche überhaupt seit 2001 den Status eines UNESCO-Welterbes tragen darf. Im Gegensatz zu unseren Achtklässlern konnten nur die wenigsten Besucher genaue Auskunft darüber geben, dass die heute sichtbaren Anlagen des Schachts XII, der zur Zeche Zollverein gehört, ein Industriedenkmal und repräsentativ für eine bedeutende Wirtschaftsepoche sind. Darüber hinaus ist die Zeche Zollverein ein anerkanntes Architekturdenkmal.

Die Tagesexkursion nach Essen wurde von der Stiftung NRW, die die Buskosten im Rahmen der Heimat-Touren NRW übernommen hat, unterstützt. Ohne diese Finanzspritze wäre der Tag für jeden Teilnehmer viel teurer und unter Umständen gar nicht möglich gewesen. Dafür sagen die 8c und die 8e „Herzlichen Dank!“ und freuen sich, trotz Corona einen so schönen Tag auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein verbracht zu haben.

Text und Fotos: A. Gregor