Besuch in den Werkstätten der Kölner Oper und der aktuellen Opernvorstellung „Carmen“

Kursübergreifend besuchten Schülerinnen und Schüler der Q2 mit Frau Hannappel und Frau Arste die Werkstätten der Kölner Oper und eine Opernvorstellung im Staatenhaus am Rheinparkweg.

In den großen Hallen der Werkstätten in Köln-Ehrenfeld werden alle Kulissenbestandteile gefertigt und Kostüme z. T. gelagert, die an den Spielstätten der Kölner Bühnen zum Einsatz kommen. Herr Frank Rohde, Beauftragter für die „Public Relations“ und Bildungsabteilung an der Kölner Oper, bot unserer Gruppe eine Rundführung durch Schreinerei, Schlosserei, Plastik- und Malereiwerkstatt. Sehr anschaulich und mitreißend schilderte er die Arbeitsschritte und Kommunikationswege, die einer Opernproduktion vorausgehen und er erläuterte, mit wieviel Herzblut jedes Detail erdacht und schließlich gefertigt wird. Hier entsteht nichts am Fließband: es entstehen für jede Produktion individuelle und handgefertigte Unikate!

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien konnten wir uns dann von der überwältigenden Wirkung der Kulissen und Kostüme während der Opernaufführung von „Carmen“ überzeugen. Eindrucksvoll war die Leistung der Opernsängerinnen und Sänger und auch des Orchesters. Die Carmen-Inszenierung durch die Regisseurin Lydia Steier war ein großartiges Erlebnis und bekam für uns eine zusätzliche Aufwertung durch das gewonnene Vorwissen aus der Besichtigung der Werkstätten und des Kostümfundus‘.

Schülerzitate:
„Die riesigen Hallen waren bis oben hin mit Holzleisten und Platten gefüllt. Eine Besonderheit, die Herr Rohde uns verdeutlichte, ist, dass extra ganze Bäume aus Polen angekauft werden, um die benötigten Sondermaße für Bühnenteile zu erhalten“.                                                             Marie, Q2

 „Besonders interessant für uns war die Malereiwerkstatt, da wir im Kunstunterricht selbst Kulissen für die Musicalaufführung im Frühjahr am GuGy malen.“                                                       Anna, Q2

Text und Fotos: P. Arste

In der Malerwerkstatt vergrößern die Bühnenbildner Kulissenmotive über das Rasterverfahren und übertragen sie stehend mit Pinseln, die an einem langen Bambusstab befestigt sind, auf überdimensionale Stoffbahnen.

Im Kostümfundus befinden sich durch alle Epochen hinweg ca. 80 000 Kleidungsstücke, darunter Königsroben, Hochzeitskleider, Soldatenuniformen oder historische Reifröcke, Hüte, Hauben, Schuhwerk und Perücken.