Boys–Day am GuGy

Am 23. April war es wieder so weit: zeitgleich mit dem Girls – Day (der den Mädchen die Möglichkeit gibt, in Männerberufe zu schnuppern) hat das GuGy den Boys – Day mit den Jungs der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt.  Anders als viele andere Institutionen verfolgt das GuGy nicht den Weg, Jungs in traditionelle Frauenberufe schnuppern zu lassen, um ihre soziale Kompetenz zu erhöhen. Schon vor 7 Jahren hat Dr. Winfried Kösters ein Konzept für die Förderung von Jungen entwickelt, das auf Zukunftsfähigkeit abzielt. „Angesichts der Tatsache, dass männliche Heranwachsende mehr und mehr auf die Verliererstraße geraten (siehe männliche Anteile an Strafgefangenen, männliche Schulabgänger ohne Abschluss etc.), sollten wir die Jungs für die Zukunft rüsten“ sagt der stadtbekannte Publizist und Moderator. „Dazu müssen sie erkennen, dass sie persönlich enorme Gestaltungsmöglichkeiten und keine Angst vor der Zukunft zu haben brauchen. Allerdings gehört dazu auch die Entwicklung entsprechender Fähigkeiten und Einsichten“. Das konnte er den über 40 Schülern in 4 Stunden konzentrierten Arbeitens deutlich machen: letzten Endes hängt trotz aller Unwägbarkeiten vieles von ihnen selbst ab und sie können die Zukunft aktiv gestalten. Dazu zählt auch die Herausforderung interkultureller Zusammenarbeit, die in Zukunft verstärkt auf die Jugendlichen zukommen wird. In der Abschlussbesprechung zeigte sich, dass diese Botschaft bei den Jungs der Jahrgangsstufe 9 gut angekommen ist. In diesem Sinne werteten Dr. Kösters und Herr Höpfner die Veranstaltung auch als vollen Erfolg. Rolf Höpfner Bericht eines Schülers: Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Jungen. Trotz vielfältiger Interessen und Stärken entscheiden sich viele Jungen, wenn es um die Berufswahl geht, oft für Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Industriemechaniker, die traditionell meist von Männern gewählt werden. Natürlich sind das interessante Berufe, aber es gibt noch viele andere Berufsfelder, in denen männliche Fachkräfte und Bezugspersonen gesucht werden und sehr erwünscht sind. Zum Beispiel im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich – hier werden viele Nachwuchskräfte gebraucht und Männer sind hier in der Regel sehr willkommen. Um Jungen eine Gelegenheit zu geben, auch diese Berufe auszuprobieren, gibt es den Boys’Day. Am 23. April 2015 nahm ich,  dank des Boys’Day an einem Seminar der Fachhochschule Köln teil. Die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaft lud ein, um Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahren, das Leben eines Studierenden im Allgemeinen und den Studiengang Soziale Arbeit im Besonderen vorzustellen. Die Veranstaltung begann um 08.30 Uhr mit einer Begrüßung durch zwei Mitglieder des Dekanats, im Anschluss daran lernte wir Teilnehmer uns in einem Warm-up kennen. Es folgte ein Rundgang über das Gelände der Fachhochschule Köln sowie deren angrenzenden Gebäude und der Besuch einer 90 minütigen Vorlesung des Faches Wissenschaft der Sozialen Arbeit. Danach erfuhren wir welche Fächer im Studiengang Soziale Arbeit Einfluss haben und welche Berufe einen Bachelor-, Master- oder Diplom-Studiengang vorsehen. Abschließend aßen wir gemeinsam in der Mensa der FH und erhielten unsere Teilnahmezertifikate sowie ein Präsent und vertiefende Materialien.

Steffan B.