Die Kulturfachschaft des Gutenberg-Gymnasiums glänzt

In den vergangenen zwei Wochen öffnete das Gutenberg-Gymnasium seine Türen fast jeden Abend für abwechslungsreiche Abendveranstaltungen. Die Literaturkurse sowie der Vokalpraktische Kurs der Jahrgangsstufe Q1 füllten über zwei Wochen den neu renovierten Theaterkeller des Gutenberg-Gymnasiums. Der Vokalpraxiskurs der Q1 von Frau Weyand hatte zum Abschlusskonzert des Kurses mit dem Titel „Die doppelte Portion 007“ eingeladen. In ihrer kurzen Anmoderation verriet Frau Weyand den Gästen, was hinter dem Titel steckte: Es standen 14 Agentinnen und Agenten im Auftrag der Musik auf der Bühne. Und diese Agenten erfüllten ihren Auftrag zur vollsten Zufriedenheit des begeisterten Publikums. Neben dem 007 Titelsong „Skyfall“, bei dem sich die Agentinnen und Agenten vor dem Original von Adele sicher nicht verstecken mussten, wurden weitere Filmsongs zum Besten gegeben. So wurden die Zuschauer von „I will follow him“ und „Oh Happy Day“, bekannt aus dem Film „Sister Act“, mitgerissen und folgten dem Hobbit in seine Welt in „I see fire“. Aber auch moderne Stücke, wie „I need your love“ und sogar „Lila Wolken“ wurden vom Vokalensemble der Q1 interpretiert. Nach standing ovations intonierte der Chor noch eine Zugabe in kölscher Mundart.

Mit „Herren im Haus“ von Carlo Goldoni zeigte Literaturkurslehrerin Ute Drewe an zwei Abenden einen Blick in das traditionelle Theater Italiens, die Commedia dell’arte. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses spielten das im Venedig des 18. Jahrhunderts, in dem Lunardo Crozzola, ein reicher Kaufmann, der seiner Tochter (Michelle Velleur) und zweiten Frau (Derya Zengin), alles, was ihnen (und anderen Frauen) Freude bereiten würde, verbietet und Lucietta zudem verheiraten möchte. Rebecca Dohmen spielte in ihrer Rolle als Marina ebenfalls die leidende Ehefrau. Gemeinsam mit ihrer Tochter Luisa (Leonie Metz) ertrug sie auf der Bühne ihren aufbrausenden Mann Simon Maroele (Niklas Werner). Julia Hoffmann, schlüpfte in die Rolle von Felice, die sich an der Seite ihres Ehemannes Canciano (Robert Uhde) langweilte und die – zum Amüsement des Publikums immer wieder mit Ehrenmännern (Lars Vaaßen und Tobias Knevel) an ihrer Seite auftauchte. Mit ihrer Rolle zeigte sie stellvertretend sehr deutlich, wer die Hosen anhat. Aus dem off und in der Rolle des Teufelchens bekam Canciano Unterstützung von Julia Löchner, die ihn mit Kommentaren immer wieder dazu bewegen wollte, sich gegen seine dominante Ehefrau durchzusetzen. So sehr die Zuschauer mit den weiblichen Rollen lachten, waren sie vor allem von einem an diesem Abend mehr als beeindruckt. Leander Stolte zeigte eine tolle Leistung als Lunardo Crozzola und Torben Sieburg in Frauenkleidern überzeugte ebenfalls das angetane Publikum. Die elegant gekleideten Schülerinnen und Schüler des Kurses zeigten alle gemeinsam in charmanten Rollen, wieviel innerhalb eines Jahres umgesetzt werden kann. Großes Lob! Der Literaturkurs unter Leitung von Frau Ebel führte an zwei Abenden „Neue Fälle für Sherlock Holmes“ auf.

In den Rollen von Sherlock Holmes und Watson agierten Kuba Kuzmicki und Niklas Zewe mit Charme und Witz in zwei kniffligen Fällen. Sie griffen dem ahnungslosen Kommisar Lestrade (Jan Schubert) unter die Arme und versuchten den Fall des jungen James McCarthy (Nick Lootz) zu lösen, der des Mordes verdächtigt wurde. Eva Roth in der Rolle der jungen und klugen Irene Adler, verdrehte Sherlock und dem Anwalt Mr.Norton (Mustafa Postaci) auf der Bühne ordentlich den Kopf – sei es durch ihre reizenden Wesenszüge wie auch durch ihre listige Art innerhalb des Stücks. Witzige Szenen zwischen Holmes und seiner Hausdame Mrs. Hudson (Darja Bader) ließen die Zuschauer ebenso schmunzeln wie die Plaudereien  zwischen Tatjana Lend, die das vorlaute Dienstmädchen Lucy spielte, und Joscha Kuretitsch als Kutscher. Der Auftritt von Christian Rosellen als älterem Herrn in der Rolle des Mr.Turner und seiner Tochter Alice (Christin Beer) zeigte, welch Herausforderung. Stolz verließen Eltern, Verwandte und Freunde sowie auch die Lehrer und Lehrerinnen im Publikum der verschiedenen Veranstaltungen das Gutenberg-Gymnasium und staunten über die tollen Leistungen im Bereich Gesang und Schauspiel. Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich bei den Fachlehrerinnen mit einem persönlichen Lied, Blumen und Geschenken sowie den netten Abschlussworten „So macht Schule richtig Spaß!“

K. Ebel