Ein Zoo voller Jecken

Es war Weiberfastnacht am Gutenberg-Gymnasium und für drei jecke Stunden befand sich in der Schulaula der größte, bunteste und verrücksteste Zoo, den es in Bergheim wohl je gegeben hat! Schon in den ersten beiden Unterrichtsstunden in den Klassenräumen war klar, dass kaum ein Schüler ohne Kostüm in die Schule gekommen war und auch fast alle Lehrer hatten es sich nicht nehmen lassen, den Karnevalsdonnerstag in Verkleidung und Pappnase zu begehen. Da hielt auch der Schlips des Schulleiters nicht lange, doch er wurde mit einem Bützchen entschädigt. Pünktlich zur großen Pause füllte sich die vom Team der Fachschaft Kunst um Frau Arste liebevoll als großer Narrenkäfig gestaltete Aula und die vielköpfige GuGy-Band unter der Leitung von Frau Küllmer spielte live den ersten von vielen Karnevalshits zum Einmarsch des Schüler-11er-Rats, unterstützt von Frau Jahn und Herrn Correnz.

Die Moderatoren – Selina Völtl aus der EF und ein geheimnisvoller weißer Engel, von dem bis heute keiner genau sagen kann, ob es wirklich Herr Menge war – eröffneten unter dem tierischen Applaus des Publikums die Sitzung, und gaben die Bühne frei für das karnevalistische Sitzungsprogramm. Bevor es jedoch richtig los gehen konnte, wurde Herr Thies in seiner Funktion als Schulleiter auf die Bühne gerufen. Er wurde eskortiert von der AG GuGy Alaaf!, die während der ganzen Sitzung rund um die Bühne gemeinsam mit Herrn Bollermann für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Ganz freiwillig war Herr Thies nicht gekommen, den in seinen Händen befand sich der Schulschlüssel und damit die Macht über das GuGy. Als er diese schließlich mit einem närrischen Gruß dem 11er-Rat übergab, kannte der Jubel keine Grenzen mehr und das jecke Treiben begann. Den Anfang machten mutig wie die Löwinnen die Tänzerinnen der 5d angeleitet von Frau Rüttgers, gefolgt vom Unterstufenchor von Frau Weyand und Frau Österwinter, sowie den Piratinnen aus der Klasse 6 von Frau Neuss, die sich akrobatisch die Bühne von weit oben ansehen konnten.

Anschließend trat gefühlt die ganze Stufe EF auf die Bühne und bot mit lateinamerikanischen Karnevalsrhythmen einen Vorgeschmack auf die nächste Session, der die gesamte Aula zu tanzen brachte! Es folgte mit dem Gastauftritt des Kinderdreigstirns der KG Oher Heinzelmännchen ein Höhepunkt des Programms, denn die Bäuerin war keine weniger als Leonie Gierens aus der Klasse 5a von Frau Rumsmüller! Mitgebracht hatte sie neben Prinz und Jungfrau eine eigene Kapelle und eine Tanzgruppe. Gemeinsam zeigten sie, dass auch der traditionelle Karneval seinen Platz auf der GuGy-Bühne hat. Mit der Oberstufe war mittlerweile die ganze Schule auf den Beinen und so kamen auch die Lehrer „mit (fast) alle Mann vorbei“ und sorgten mit dem durch Frau Gawenda einstudierten Lehrertanz für Begeisterung auf den Rängen, da sich Tänzer und Stimmung auf der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes überschlugen.

Anschließend wurde es wieder voll auf der Bühne, denn Frau Küllmer bat ihre 9er-Musik-Kurse auf und vor die Bühne, die gemeinsam mit lauten und heißen Samba-Rhythmen keine Müdigkeit bei den Jecken aufkommen ließen. Einzig die Technik-AG, die souverän für die Beschallung sorgte, hatte hier eine kurze Ruhepause verdient. Das technische Können war jedoch schnell wieder gefragt: Die EF-Band „Control Panel“ bot rockige Töne, die Tänzerinnen der 7d von Frau Hiller konterten mit kräftigen Beats und der vokalpraktische Chor von Frau Horstmann sorgte stimmgewaltig für Stimmung. Ganz ohne Musik sorgten dann zehn ausgewählte Gugyaner für Stimmung im Saal, indem sie ihre von einer Jury der AG GuGy Alaaf!

im Vorfeld ausgewählten kreativen Kostüme präsentierten. Durch lauten Jubel, gemessen durch die kritischen Ohren des nimmermüden 11er-Rats, wurden die besten drei Kostüme prämiert, deren Träger sich über Mensa-Gutscheine freuen konnten. Es näherte sich das große Finale, und dieses gehörte den zukünftigen Abiturienten des GuGys. Zunächst bot die Stufe Q1 den versammelten Zoo zum für sie vorletzten Tanz, worauf dann die Stufe 13 einen zeitlosen Schlussstrich unter eine lange und abwechslungsreiche Sitzung setzte. Nach zahlreichen Dankesworten leitete die GuGy-Band mit „Dat is ne jode Lade he!“ zum Tanz über.

Dank des Mottos: „Keine Taschen – Keine Flaschen!“ gab es auch in diesem Jahr außer überbordendem Frohsinn keine besonderen Vorkommnisse rund um die Sitzung. Bevor die närrischen Zoobewohner in die karnevalistische Wildnis entlassen wurde, war daher schnell abgemacht, dass es auch im nächsten Jahr wieder lauten würde:

GUGY ALAAF!