Eine 90minütige Zeitreise – Der EF-Geschichtskurs im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn

Bei mir funktioniert das nicht!“, beschwerte Deniz sich, als er im Originalgestühl des Bonner Bundestages versuchte, an einer simulierten Wahl teilzunehmen. Von dieser technischen Panne – die bei Original-Bundestag-Sitzungen hoffentlich nicht stattfindet – einmal abgesehen, fühlten sich die Schülerinnen und Schüler des EF-Geschichts-Kurses von Frau Gregor in ihrer Rolle als Bundestagsabgeordnete recht wohl. Am Freitag, den 24. Juni 2016 besuchte der Geschichtskurs in Begleitung von Frau Gregor und Herrn Everding das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und nahm dort an einer 90minütigen Führung teil, in der er rund 70 Jahre durch die deutsche Geschichte reiste. Dass man in 90 Minuten nicht jedes Detail der deutschen Geschichte erlesen und erfahren kann, war allen klar. Dennoch – oder gerade deswegen – war die Führung spannend, griff das bereits vorhandene – nicht geringe! – Wissen der Schülerinnen und Schüler auf und erweiterte dieses. Nicht unwesentlich war dabei der Bezug zu historischen Artefakten, wie z. B. das bereits genannte Originalgestühl des Bonner Bundestages, ein russischer Panzer, Original-Karikaturen, ein rosa Hippie-Bully und sogar ein Stück des Mondes, das Apollo 12 im November 1969 zur Erde gebracht hat. Besonders fasziniert war der Kurs von der Jukebox in der Milchbar der 50er Jahre. Auch wenn es in der musealen Milchbar keine Getränke gab: Es war gemütlich und man konnte Musik hören – diesbezüglich hat sich die Jugend in den letzten 60 Jahren nicht verändert. Nach 90 Minuten und 70 Jahren deutscher Geschichte endete die Führung mit einem Blick auf einen Online-Newsticker. Ein ganz alltäglicher Klick! „Das was wir hier lesen, ist jetzt schon Geschichte!“, so der Hinweis des Besucherführers. Und so ist auch jetzt schon die Exkursion des Geschichtskurses ein Teil der GuGy-Geschichte, die aber vielleicht dem einen oder anderen Anlass gibt, sich noch intensiver mit der deutschen, und somit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.

Annette Gregor