Forscher für zwei Tage

Der Leistungskurs Biologie des Gutenberg-Gymnasiums führte limnologische Untersuchungen in der Vulkaneifel durch. Am 03.09.2014 brachen 19 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Biologie des Gutenberg-Gymnasiums Bergheim in die Vulkaneifel auf. Ziel der Exkursion war die biologisch- ökologische Station der Universität Koblenz in Bettenfeld. Dort wurden die Schüler zwei Tage lang von wissenschaftlichen Mitarbeitern betreut mit dem Ziel, ökologisch- limnologische Untersuchungen an zwei verschiedenen Gewässern vorzunehmen. Nach jeweils ausführlichen Einführungen in die Handhabung verschiedener Geräte zur Messung verschiedener Parameter machten sich die Schüler zu ihrem Tagesziel auf. Am ersten Tag ging es zum Windsborn Kratersee, an dem die Schüler in vier verschiedenen Gruppen quantitative Untersuchungen der Fauna und Flora vornahmen, sowie Planktonproben und Wasserproben entnahmen.

Diese wurden direkt im Labor der biologisch- ökologischen Station unter Anleitung der wissenschaftlichen Mitarbeiter G. Dawen und D. Karger ausgewertet. Hierfür wurden Planktonproben mikroskopiert und die Wasserproben auf verschiedene Ionen überprüft. „Die dort durchgeführten Messmethoden könnten wir in der Schule niemals durchführen, weil wir die Geräte überhaupt nicht haben und auch nicht die Zeit für solch ausführliche Untersuchungen,“ so der Kursleiter Herr H. Schmall.  „Auch die mikroskopischen Untersuchungen sind in dieser Qualität nur möglich durch die fachkundige Betreuung durch die wissenschaftliche Mitarbeiterin und die gute Ausrüstung im Labor.“

Zum Abschluss des Tages mikroskopierten schließlich alle Kursteilnehmer, damit auch alle einmal einen Eindruck von der Planktonvielfalt gewinnen konnten. „Das Mikroskopieren war sehr interessant, weil man so viel Verschiedenes gesehen hat und sich viele Objekte bewegt haben“, so die Kursteilnehmerin V. Dziuba. Am zweiten Tag wurde das Meerfelder Maar hinsichtlich derselben Kategorien untersucht. „Ein Vergleich der beiden Gewässer zeigt den Schülern erfahrungsgemäß Unterschiede in der Wassergüte und der daraus resultierenden Besiedlung“, erläutert H. Schmall. Ein Höhepunkt der Exkursion waren die Untersuchungen vom Boot aus. Hierfür führen alle Schüler in Kleingruppen in je zwei Booten auf das Meerfelder Maar und führten für ca. 2 Stunden vom Boot aus Untersuchungen zu chemisch- physikalischen Parametern im See durch, entnahmen aber auch jeweils Wasserproben in verschiedenen Tiefen und holten Schlammproben herauf.

„Es war sehr interessant, was man an einem See alles testen kann und wie schnell sich die Messwerte in den verschiedenen Tiefen verändert haben. Außerdem ist es mal super, für den Unterricht eigene Messdaten zu haben und eigene Graphiken zu interpretieren, wo man doch sonst immer nur fertige Graphen aus dem Buch sieht“, kommentiert Kursteilnehmerin D. Pfitzner. Am Ende des Tages werteten die Schüler ihre Daten aus, zu denen sie in den folgenden Wochen die theoretischen Hintergründe im Unterricht erarbeiten werden und schließlich eine Gesamtbeurteilung der jeweiligen Seequalität vornehmen werden.

„Die Fahrt war total spannend und eine super Abwechslung zum normalen Unterricht in der Schule. Toll war auch das gemeinsame Organisieren der Verpflegung und die lustige Zeit in unserer Unterkunft“, resümiert Kursteilnehmerin M. Blum.