„Hands On!“ – Tontechnik-Workshop

Einen besonderen Schulvormittag konnten 20 Schülerinnen und Schüler am Donnerstag den 11.11.10 im Gutenberg-Gymnasium erleben. Walter Hauschild von Buskermusic kam mit seinem Auto voller Tontechnikequipment, mit dem er durch die Region tourt und kostenlose Workshops anbietet, nach Bergheim, um seine Tipps und Tricks an Tontechnikinteressierte weiterzugeben.

In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmer mit Mikrofon, Mischpult und Effektgeräten experimentieren und zum Abschluss einen eigenen Mix produzieren und präsentieren.

Zu Beginn erzählte uns Walter Hauschild etwas über seinen Beruf als Tontechniker und anschließend holten wir das Equipment (Rack, Mischpult, Mikros, Effektgeräte etc.) aus seinem Auto. Um es leichter zu machen, trugen wir die Sachen direkt vom Auto durch das Fenster in den Musikraum. Dann bauten wir alles auf und Walter Hauschild erläuterte, wie teuer das Equipment ist, damit wir vorsichtig damit umgingen.

Danach wurde uns ein Stapel Blätter ausgeteilt, worin die einzelnen Schritte vom Verkabeln bis zum Endmix gründlich erklärt werden.

Desweiteren wurden die Funktionen der einzelnen Geräte erklärt. Viele denken, dass das Mischpult nur aus vielen Knöpfen besteht und im Ganzen total unübersichtlich ist, jedoch ist es klar strukturiert und von der Bedienung her recht simpel.

Dann lernten wir den richtigen Umgang als Tontechniker mit Musikern, das heißt sich immer klar und deutlich auszudrücken und höflich „Bitte und Danke“ zu sagen, da Musiker sehr emotional sein können. Danach lernten wir das Einpegeln von Mikrofonen. Dies bedeutet, die Lautstärke richtig einzustellen, so dass der Sound nicht rauscht und sich nicht verzerrt. Das Einpegeln bezieht sich jedoch nicht nur auf das Mikrofon, sondern auch auf die Instrumente.

Im Anschluss schlossen sie das im Rack vorhandene Effektgerät „Lexicon“ an, das die Stimme verändert. Zum Beispiel „Echo und Hall“, sowie die „Erotische Stimme“ und die „Darth Vader- oder Mickey Maus-Stimme“. Zusätzlich gab es 198 weitere Effekte, mit denen wir viel Spaß hatten. Unter anderem amüsierte die Workshopteilnehmer die Karnevalsmusik , die in der 2. großen Pause zur Sessionseröffnung auf dem Schulhof lief.

Im letzten Teil des Workshops erteilte Walter Hauschild uns eine Aufgabe, in der wir unser  Erlerntes auf die Probe stellen mussten. Die Aufgabe bestand darin, einen eigenen Mix in der Gruppe zu produzieren. Mixen in diesem Fall bedeutet, dass zum Beispiel das Schlagzeug nicht lauter sein darf als die Gitarre. Es wurden unterschiedliche Songs bereitgestellt. Es gab einen Techno-/ Blues-  oder Akustik Song.

Als erstes musste man die einzelnen Instrumente genau einpegeln und aufeinander abstimmen. Als zweites konnte man nach Belieben Effekte hinzufügen.

Nachdem alle Gruppen mit dem Mixen fertig waren, wurden die einzelnen Songs vorgestellt. Unser Leiter gab den Gruppen Tipps, wie sie ihre Stücke verbessern konnten und wies sie darauf hin, dass die Songs aus jeder Perspektive anders klingen, je nachdem, wo man im Raum steht.

Danach erzählte er, welche Berufe im Tontechnikbereich möglich sind. Außerdem verteilte er Prospekte vom Institut SAE und gab uns Fragebögen, in dem wir den Workshop beurteilen sollten.

Insgesamt hat uns der Workshop sehr gut gefallen und wir verließen mit neuen Erfahrungen über die Tontechnik den Musikraum.

Jennifer Baran & Henrik Kellershohn