„Heaven is a happy place on Earth“ – Konzert des vokalpraktischen Kurses der Q1

34 Grad Celsius herrschten draußen – aber das tat dem Besucherandrang am Abend des 23. Juni 2016 keinen Abbruch. Der vokalpraktische Kurs der Q1 unter der Leitung von Frau Weyand hatte zu seinem Konzert in den Theaterkeller des GuGy eingeladen. Unter dem Titel „Heaven is a happy place on Earth“ hatte der Kurs sein musikalisches Programm gestaltet. Die erste Hälfte des Konzerts begann mit „Down in the river to pray“, einem bekannten amerikanischen Gospel. Fortgesetzt wurde die bedächtige Stimmung bei „Tears in heaven“ von Eric Clapton. Dass die Lieder nicht einfach nur gesungen, sondern auch verstanden wurden, zeigten die drei Moderatoren, Isabel Braun, Berfin Yilmazhanci und Felix Loens, indem sie Geschichten und Hintergrundinformationen zu den Titeln erzählten.
Zugleich wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler sich auch emotional mit den Songtexten auseinandergesetzt haben, um diese besonders gut zu interpretieren. Bevor der Chor „Hallelujah“ von Leonard Cohen sang, fand Moderator Felix Loens Gelegenheit, die bisherige Leistung des vokalpraktischen Kurses kritisch zu beäugen: Es sei den Schülerinnen und Schülern nun ein besonderes Anliegen, diesen Song sehr gut zu interpretieren, da sie in der Vergangenheit noch nicht einmal von den eigenen Großeltern dafür Lob erhalten hätten – das gab ihnen zu denken! Ihrem eigenen Anspruch wurde der Chor nun mehr als gerecht, was der anschließende begeisterte Applaus auch bestätigte. Nach „Seven Years“ von Lucas Graham und „Thinking out loud” von Ed Sheeran wurde die Pause eingeleitet. Begleitet wurde das ganze Konzert auf dem Klavier. Unsichtbar, aber nicht unhörbar, stattdessen sehr hörenswert war das Klavierspiel von Jonas Nießen, der auch das Pausengeschehen musikalisch untermalte. „Run, boy, run“ hieß es direkt nach der Pause und diesen Titel von Woodkid untermalten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll durch Gestik und Klatschen. Nicht nur 45 Sekunden dauerte das folgende Lied von Rihanna „FourFiveSeconds“, das sich besonders durch die Soli von Mateusz Jazwiec, Laura Clemens, Berfin Yilmazhanci, Aylin Özgen und Julia Dutzmann auszeichnete. Der himmlische Bezug des Konzerts wurde spätestens mit dem Titel „Angels“ von Robbie Williams deutlich, bei dem Marvin Baars und Sebastian Horst als Solisten auftraten. Mit „Sunny“ von Boney M. – das, wie die Moderatoren berichteten, zunächst gar nicht als fröhliches Lied gedacht war – und „Don’t worry, be happy“ von Bobby McFerrin, in dem endlich einmal die männlichen Mitglieder des Kurses im Vordergrund standen, war der offizielle Teil des Konzerts beendet. Sehr gerne kamen der vokalpraktische Kurs und Frau Weyand den deutlichen Zugaberufen des Publikums nach und sangen abschließend „Oh happy day“. Happy, glücklich und zufrieden genossen die Sängerinnen und Sänger den Schlussapplaus an diesem warmen Sommerabend. Ja, „Heaven is a happy place on Earth“!

Annette Gregor