Jahrgangsstufe 9 goes Opera

Schick gekleidet, die Mädchen in eleganten Kleidern und hohen Schuhen, die Jungs in schwarzen Anzügen, trafen sich 50 Neuntklässler und Neuntklässlerinnen am Abend des 16. März an Gleis 4 des Deutzer Bahnhofs. Von dort ging es unter Begleitung von Frau Modarressie, Frau Gregor, Herrn Kurtz und Herrn Peukert zum StaatenHaus im Rheinpark, das seit der Spielzeit 2015/16 als Interimsquartier der Kölner Oper dient. Auf dem Programm stand Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“, ein Drama in zwei Akten, das knapp drei Stunden dauern sollte.

Die Schülerinnen und Schüler hatten zuvor an einem Workshop teilgenommen, in dem sie die Handlung der Oper kennenlernten und sogar selbst Szenen des Dramas spielen durften.

Trotz der guten Vorbereitung waren alle froh, dass die ausschließlich auf Italienisch gesungenen Arien, Duette und Chorstücke auf großen Bildschirmen auf Deutsch übersetzt wurden, so dass man der Handlung gut folgen konnte. Don Giovanni, der sich rühmt 2065 Frauen verführt zu haben, bringt – von dem Vater der Donna Anna ertappt – in einem Duell diesen um. Annas Verlobter, Don Ontario, schwört Rache.
In einem Verwechslungsspiel und weiteren Verführungsversuchen vor moderner Kulisse wird Don Giovanni zweieinhalb Stunden später gestellt und muss seine Verfehlungen büßen.
Mit der Erkenntnis „Dies ist das Ende dessen, der Böses tut“ endete der zweite Akt. Eine echte Konkurrenz für den Kinobesuch wird die Oper zukünftig wohl nicht werden, aber die jungen Opernbesucher waren der Meinung, es sei gut, eine Oper gesehen, verstanden und erlebt zu haben.
Es macht ja auch Spaß, sich dafür richtig schick zu machen. Und wer weiß? Vielleicht nutzt ja bald der oder die Eine oder Andere das günstige Schülerticket und sieht sich noch eine weitere Oper im StaatenHaus oder in der hoffentlich bald wiedereröffneten Oper an.

A. Gregor