Köln von oben und von unten – die Internationale Klasse des GuGy auf historischen Spuren

„Wow, ist das hoch!“, so begeistert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Auffangklasse (IAK), die am 5. Oktober 2016 unter der Begleitung von Frau Gregor und Herrn Kowalatis in Köln unterwegs waren. Bei strahlendem Sonnenschein besuchten die Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan, Rumänien, Serbien, Polen, Griechenland, Spanien und dem Irak den Kölner Dom und bewunderten den Schrein der Heiligen Drei Könige. Wie auf Bestellung begann plötzlich ein stimmungsvolles Orgelspiel und erfüllte den Raum mit Musik. Erstaunt stellte Oliwia, die polnische Schülerin, fest, dass ja im Kölner Dom die polnische Königin Richeza bestattet liegt – allerdings stammte diese aus Brauweiler, so dass ihre letzte Ruhestätte nicht ganz abwegig ist. Nach der Besichtigung des Dominneren ging es hoch hinaus: 509 Stufen mussten erklommen werden, dann befand sich die IAK auf der Aussichtsplattform des Kölner Dom in rund 100 Metern Höhe. Dank der klaren Sicht und der weit erkennbaren Kraftwerke konnten die Schülerinnen und Schüler feststellen, wo ungefähr Bergheim liegen muss. Viele Fotos und Selfies wurden geschossen – schließlich muss man ja zu Hause zeigen, wo man gewesen ist! Nach einem Picknick am römischen Nordtor, das man in der strahlenden Sonne genießen konnte, wurde die Kölner Geschichte weiter erforscht. Der Spaziergang am Rhein führte die Klasse zum Praetorium, dem römischen Statthalterpalast, der sich heute unter der Altstadt befindet. Fasziniert zeigte sich Niko aus Griechenland, der versuchte, die griechische Schrift auf einem antiken Diatretglas zu entschlüsseln. Es gelang ihm! Weitere Ausstellungsstücke wurden im Praetorium bewundert: alte Grabstelen, eine Schreibmaschine, die nach dem Krieg in den Trümmern gefunden wurde, und Rekonstruktionen ehemaliger Gebäude in Köln. Der Gang durch die Ausgrabungen führte den Jugendlichen noch einmal das Alter Kölns vor Augen: „Was, 2000 Jahre ist das alt?!“ Ein Gang durch den römischen Abwasserkanal beendete schließlich den Besuch im Praetorium. Der Weg zum Bahnhof führte erneut am Rhein vorbei und auf den Wi

esen vor der Altstadt wurde noch schnell eine Runde Fußball gespielt. Zurück in die Gegenwart gelangten die Schülerinnen und Schüler spätestens durch den Spaziergang auf der Hohenzollernbrücke, wo die unzähligen Schlösser bewundert wurden. Die Frage, was ihnen am besten gefallen hat, beantworteten die Jugendlichen mit „Alles!“ und fragten sofort: „Wann fahren wir wieder nach Köln?“. Soviel ist klar: Das war nicht unser letzter Besuch in der historischen Stadt!

Annette Gregor