Kollegium in der Synagoge – Lehrerausflug zur jüdischen Gemeinde nach Düsseldorf

Vor dem Hintergrund neuer antisemitischer Tendenzen in der Gesellschaft beschloss das Kollegium des Gutenberg-Gymnasiums im Rahmen des Lehrerausflugs, sich vor Ort über die Lage der Juden in Deutschland zu informieren und besuchte die drittgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands und ihre Synagoge in Düsseldorf.

Unter fachkundiger Leitung des Verwaltungsdirektors, Herrn Szentei-Heise, wurden die Räumlichkeiten der Gemeinde besichtigt. Durch seine humorvolle und lockere Art gestaltete Herr Szentei-Heise das Gespräch über unterschiedliche Aspekte des Judentums, aber auch die aktuelle Sicherheitslage für Juden in Deutschland und die Folgen für die Besucherinnen und Besucher sehr interessant.

Während der Führung wurden nicht nur viele Fragen beantwortet, Herr Szentei-Heise erklärte auch, dass die jüdische Gemeinde in Düsseldorf besonderen Wert auf ihr breites Bildungs- und Kulturangebot legt. Nach Kindertagesstätte und Grundschule soll auch ein Gymnasium gegründet werden, das als Privatschule in der Innenstadt von Düsseldorf geführt werden soll. Dieser Punkt stieß auf besonderes Interesse der Kolleginnen und Kollegen und wurde in vielen Einzelheiten erörtert. Ein Schwerpunkt dieses Gymnasiums soll die Beschäftigung mit der jüdischen Kultur und Religion sein, aber auch das Angebot der sprachlichen Fächer ist mit Russisch und Hebräisch gegenüber einer staatlichen Schule stark erweitert. Das offene Ganztagsgymnasium soll sogar eine eigene Schulküche und eine Schulsynagoge bekommen.

Höhepunkt der Veranstaltung in Düsseldorf allerdings war die Auseinandersetzung mit einer Thora, die dem Kollegium hautnah präsentiert und in allen Einzelheiten erklärt wurde – ein Privileg, das nicht allen Besuchern zuteil wird.