Laute Stimmen und bunte Zeichen für die Menschenrechte

Auch in diesem Jahr führte die Menschenrechts–AG des Gutenberg–Gymnasiums einen Projekttag aus Anlass des Jahrestages der Verabschiedung der Deklaration der Menschenrechte am 10. Dezember durch. 1948 hatten die Vereinten Nationen diese Erklärung verabschiedet mit seinerzeit knapp 50 Staaten als Lehre aus den unbeschreiblichen Gräueln des Zweiten Weltkrieges. Heute haben die Vereinten Nationen knapp 200 Mitgliederstaaten, die alle mit ihrem Beitritt die Erklärung der Menschenrechte und mehrere Zusatzdokumente unterzeichnet haben.

Mehrere Klassen und Kurse hatten für diesen Ausstellungen und Dokumentationen vorbereitet, die sich mit verschiedenen Aspekten von Menschenrechten und Menschenrechtsverletzungen auseinandersetzten: Zwangsprostitution und moderne Form von Sklaverei und Menschenhandel waren die Themen, aber auch Mobbing und Gewalt im Alltag. Zusätzlich waren Vertreter von Menschenrechtsorganisationen eingeladen worden (Amnesty International, Ärzte und Ingenieure ohne Grenzen, Misereor), die in den von den Schüler/innen geschmückten Räumen Vorträge über ihre Arbeit und Erfahrungen mit dem Kampf für die Einhaltung von Menschenrechten hielten. Im Rahmen einer europaweiten Aktion riefen Matthias Mödder und Annika Gorochow von der Menschenschrechts – AG dazu auf, das Gutenberg – Gymnasium durch eine Unterschriftenaktion zur „Schule ohne Rassismus“ zu machen. Zum Abschluss sangen ca 200 Schüler/innen unter Anleitung des Vokalpraktischen Kurses der Kollegin Henni Bender das Lied „We are the world“ und ließen mit einer Luftballonaktion den Tag ausklingen.

Alle Beteiligten äußerten sich begeistert darüber, dass ein solcher Projekttag durchgeführt werden konnte und drückten auch ihr Bedauern darüber aus, dass dieser Tag in der öffentlichen Wahrnehmung leider nur eine geringe Rolle spielt. Programmgemäß wird eine Fortsetzung in zwei Jahren erfolgen, auf die sich alle Beteiligten bereits jetzt freuen.