Leise und Laute Töne zum Träumen, Tanzen oder Lachen Der „Querbeat“ Konzertabend am Gutenberg-Gymnasium

Der Mai hatte in diesem Jahr nicht nur viele sonnige Tage im Gepäck, sondern erfreute auch mit einer frischen Portion Kultur. So jedenfalls am Gutenberg- Gymnasium in Bergheim. Am Donnerstag, den 12. Mai 2016, hatte die Fachschaft Musik wieder zum jährlichen Schuljahreskonzert „Querbeat“ geladen. Diesmal in die zum Konzertsaal umgestaltete und von Kunstlehrerin Patricia Arste mit ihren Schülerinnen und Schülern liebevoll dekorierte Mensa der Schule. Rund 90 Musikerinnen und Musiker aus der ganzen der Schule folgten der Einladung und bewiesen, dass der musikalische Nachwuchs trotz G8 nicht ausstirbt. Im Ensemble, im Duett oder als Solisten zeigten sie ihr großes Talent und Können. Eröffnet wurde der Abend, der von Musiklehrerin Tina Weyand organisiert und moderiert wurde, vom Chor der Musiktheater-AG mit Greta Schäfers (6b), Julia Buller (7c), Lukas-Simon Lich (7d) und Rebekka Neubecker (8b), die ihr Debut als Solisten vor großem Publikum souverän bestanden. Dass auch solche Schülerinnen und Schülern, die privat keine musikalische Ausbildung erhalten, zum Gelingen eines Konzertabends beitragen können, zeigte der Auftritt der Klasse 6d unter der Leitung von Musiklehrerin Nadine Krippendorf, die von Jens Horning (Q1) an der Gitarre glänzend begleitet wurde.

Im ersten Teil des Konzertes standen die jüngsten Schülerinnen und Schüler des Gutenberg-Gymnasiums auf der Bühne. So Felicitas Baußmann (5a), die der Nervosität trotzte und selbstbewusst mit Nadine Krippendorf (Violine / Cello) zwei kleine Stücke für Violine vortrug. Die reife Schlagzeug-Improvisation von Ole Schnabel (5c) begeisterte als erster musikalischer Höhepunkt das Publikum in der mit rund 200 Zuschauern voll besetzten Mensa, bevor Nico Zurakowski (5d, Schlagzeug) den Saal anschließend zum Play-Along kräftig rocken ließ. Nach einer Überleitung durch den Chor der Musiktheater-AG präsentierte der bereits schulbühnenerfahrende Simon Schmitt (7c, Akkordeon) einen rhythmisch mitreißenden Tango auf einem Instrument, das man im schulischen Kontext nur selten hört, bevor mit Maximilian Mengwasser (5c, Cello) und Jonas Nießen (Q1, Klavier) ein bühnenreifes Duo auftrat, das trotz des großen Altersunterschieds wunderbar harmonierte. Verzückte ‚Ahs‘ und ‚Ohs‘ rief die grazile Ballett-Choreografie ‚Aurora‘ von Evin Lisa Bergs (5b) beim Publikum hervor, mit der sie im Frühjahr bereits bei einem internationalen Tanzwettbewerb in Italien punkten konnte. Sein großes Talent zeigte Jonas Nießen (Q1) anschließend auch mit dem Musik-Vokalpraktischen Kurs (Q1), den er als festes Ensemblemitglied in diesem Schuljahr am Klavier begleitet. Unter der Leitung von Tina Weyand füllte das 27-köpfige Ensemble den Saal mit einem poppigen Chorsound und einer mitreißenden Performance. Als Solisten brillierten Melanie Kuhn und Daniel Bodewig sowie Felix Loens, Sebastian Horst und Marvin Baars (alle Q1).

Mit enormer musikalischer Qualität ging es nach einer Pause im letzten Teil des Querbeat-Konzerts weiter: Paula Großmann (8b) ließ das Publikum zu einer fließenden Valse am Klavier träumen, Kati Mollasalehi (Gesang) und Anna Sommer (Klavier, beide 7b) hatten sich von den Musiklehrerinnen der Schule zu einem gemeinsamen Auftritt motivieren lassen und wurden vom Publikum mit begeistertem und anhaltendem Applaus belohnt. Die beiden hervorragenden Gitarristen Florin Häseler (9b) und Lukas Passmann (Q1), die schon seit einer Weile zusammen musizieren, zeigten in ihrem Set aus drei Improvisationen zu bekannten Songs hohe Perfektion und musikalische Leidenschaft. Dass Musik äußerst humorvoll sein kann, bewiesen Lilli Kowalsky (Q1, Ukulele, Gesang) und Laura Clemens (Q1, Gesang) mit ihrem gut gelaunt-kreativen Auftritt, der das Publikum zunächst schmunzeln und in der Folge immer wieder laut mitlachen ließ. Ebenso augenzwinkernd endete dann das abwechslungsreiche Programm mit lebensbejahenden Stücken der beiden Schulchöre unter Leitung von Tina Weyand. So wird auch in diesem Jahr wieder so manch ein Zuschauer einen heiteren Ohrwurm aus dem Gutenberg-Gymnasium mit nach Hause genommen haben.

T. Weyand