Literaturkursschüler besuchen Robert Wilsons Sandmann im Schauspielhaus Düsseldorf

Der Literaturkurs und Teile des Leistungskurses der Q1 von Frau Ebel trafen sich gestern Nachmittag am Bahnhof Horrem, um ins Düsseldorfer Schauspielhaus zu fahren und dort Robert Wilsons großartige Inszenierung des Sandmanns von E.T.A.Hoffmann zu sehen. Die Erwartungen, die die Schülerinnen und Schüler durch einen Youtube-Trailer zuvor gesehen hatten, wurden an diesem Abend noch übertroffen.

Nach fast zweistündiger Bahnfahrt nahm die Gruppe zunächst an einer Einführung zur Inszenierung des Stücks teil, bevor sie dann – bereits staunend über das erste Bühnenbild – Platz nahm. Was dann folgte, sorgte bei den Schülern über zwei Stunden für Begeisterung und Staunen. Das Ensemble auf der Bühne –allen voran Christian Friedel als Nathanael – glänzte mit wunderschönen Gesangseinlagen, gruseligen Gänsehaut-Momenten und auch komischen Passagen, in welchen die Darsteller und Sänger das Publikum zum Lachen brachten. Neben den Akteuren auf der Bühne hatte Regisseur Robert Wilson nicht nur für spektakuläre Lichteffekte gesorgt, sondern neun Musiker, darunter Streicher, Klarinette und Schlagzeug vor der Bühne platziert, die das Stück eindrucksvoll untermalten.

Hochaufgeladene Bilder, Performance und Tanz, kombiniert mit feinsinnigem Lichtdesign zeigten Wilsons Erfahrung und machten uns deutlich, warum er als einer der bedeutendsten Repräsentanten des Gegenwarttheaters weltweit zählt. Ebenso beeindruckend waren zudem die Kostüme, die den Gesamteindruck abrundeten.

Begeistert verließ die Gruppe das sich derzeit in einer Sanierungsphase befindende Schauspielhaus und trat die Heimfahrt an, auf der noch aufgekommene Fragen zum Stück und beeindruckende Elemente besprochen wurden. Müde und überflutet von Eindrücken fuhr der Zug um 23.28Uhr am Bahnhof Horrem ein. Dort hörte man zum letzten Mal an diesem Abend „Frau Ebel steigt aus“ und alle verteilten sich schnell auf die Autos um nach Bergheim zu kommen, wo alle nun darauf warteten, dass der Sandmann auch zu ihnen kommt. Sleep on, sleep on.

Eine der Pressestimmen zu diesem Stück:

Ein Gesamtkunstwerk, eine Augenweide, ein Bilderrätsel, eine traumschöne Inszenierung auf ganz hohem künstlerischen Niveau mit stilsicheren Kostümen und märchenhaften Bildern. Ein perfekter Theaterabend mit klasse Ensemble mit extrem vielen Schau- und Hörwerten.“ Deutschlandfunk 4.5.2017

 

Katrin Ebel