Menschen sind nicht alle gleich. Aber ihre Rechte! -Tag der Menschenrechte am GuGy

Am Vormittag des 13.12.2017 traf sich die Jahrgangsstufe 8 am Gutenberg-Gymnasium nicht zum regulären Unterricht, sondern setzte sich mit dem wichtigen Thema der Menschenrechte auseinander. In der vergangenen Woche waren die Achtklässler zunächst Workshops zugeteilt worden, in welchen sie sich am Morgen trafen. Die Ergebnisse in den einzelnen Workshops zeigten eindrucksvoll, wie interessiert die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 an diesem Thema gearbeitet hatten. Shantelle aus der 8a erzählt, dass in ihrer Gruppe zunächst Thema gewesen sei, was einen Flüchtling ausmache. Im Anschluss daran seien zwei Flüchtlingsmädchen aus Syrien zu Gast gewesen, um von ihren Schicksalen zu erzählen und ein weiterer Junge, ehemaliger Schüler der Internationalen Klasse des GuGy, war in einem Film interviewt worden und habe von seinen Erfahrungen und seinem neuen Leben in Deutschland erzählt. Im Workshop 2 „Und zu welcher Minderheit gehörst du?“ berichten Eren und Jonah davon, dass sie gemeinsam eine Reihe von Minderheiten besprochen und diese Minderheiten in Form  eines Menschen „zusammengebastelt“ hätten. Dies drücke aus, dass jeder Mensch irgendeiner Minderheit angehöre und somit auch Witze über verschiedene Berufsgruppen, Nationalitäten, Religionen usw. dazugehören und deshalb erlaubt seien.  Im Workshop 3 „Begegnung mit Fremden“ bei Frau Karanatsiou durften die Schülerinnen und Schüler selbst Aspekte wählen zum Thema Menschenrechte wählen. Vanessa und Meike aus der 8b hatten beispielsweise Informationen zu „Menschrechten in Kriegsgebieten“ gesammelt und auf einem Plakat festgehalten.                                                                                            

Wie man selbst einen Staat gründet und dass das nicht ganz so einfach ist, wie es sich anhört, fanden die Schüler im Workshop 4 bei Frau Wolfgarten heraus. Finn erzählt, dass er mit seiner Gruppe versucht habe, sich um eine Flagge, Währung und Verfassung zu kümmern. Zudem habe man Beispiele von Ländern in einem Video gefunden, die keiner kennt. Einer dieser Versuche einer Staatsgründung sei „Liberland“, ein Land auf einer 7m²-Insel zwischen Serbien und Kroatien, welches jedoch daran gescheitert sei, dass die kroatische Polizei die Menschen wieder verjagt habe, ein anderer ein Italiener, der mit seinem Staat „Dellavalle“ auf einer Verkehrsinsel lebe.  

Unter Leitung von Frau Gerber von Amnesty International, der Organisation, die sich um Strafgefangene sowie Folter in Gefängnissen kümmert, erzählt Achtklässler Arwin davon, dass nicht nur Staaten Menschrechte verletzen, sondern auch jeder Schüler auf seine Umgangsformen achten müsse, indem man niemanden beleidige oder falsch behandle. Die Gruppe, so Sarah und Florida, auch Teilnehmerinnen dieser Gruppe, berichtet, dass die Schüler sich gemeinsam überlegt hätten, welche Regeln ihnen wichtig seien, wenn sie auf einer Insel („Esperanza“) selbst welche aufstellen müssten. Zudem habe man sich in die Lage verschiedener Menschen versetzt, um Einzelschicksale kennenzulernen und sich zu überlegen, welche Regeln für jeden Mensch wichtig seien.  

Ursachen und Folgen von Cybermobbing wurden in Workshop 10 geklärt. Sarah aus der Jahrgangsstufe Q2, die den Workshop mitgeleitet hat, erzählt, dass ein Schwerpunkt der Gruppe darauf lag, wie man solche Fälle vermeiden könne.

Jeder Jeck ist anders oder ist jeder andere jeck?“ unter Leitung von Frau Mödder, schauten sich die Schüler zunächst unterschiedliche Weltkarten an und stellten fest, wie unterschiedlich die Wahrnehmung und Interpretation der Welt sei.  Nina aus der 8b zeigt das Eisbergmodell, an welchem die Schüler exemplarisch geschaut hätten, dass man lediglich ein Siebtel des Menschen wahrnehme bzw. sehen können und wie sehr Vorurteile uns beeinflussen.

Rolf Höpfner, Initiator des Menschenrechtstags am GuGy, verabschiedete und bedankte sich bei allen Schülern, Lehrern und Kollegen und den Organisationen Cap Anamur und Amnesty International für die tollen Ergebnisse, welche  gemeinsam mit den Politiklehrern im Unterricht noch besprochen werden.

K. Ebel