Projekt „Regenerative Energie für unsere Schule“

Am 10.4.2014 erfolgte im Rahmen einer feierlichen Informationsveranstaltung auf dem Gelände der Erich-Kästner-Hauptschule der Spatenstich für den Bau einer neuen Heizungsanlage, die die drei benachbarten Schulen, das Kreishaus und die Sporthallen mit Wärme versorgen soll.

Maria Pfordt, Bürgermeisterin der Stadt Bergheim, Volker Mießeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Bergheim, Dr. Lars Kulik, Leiter Braunkohleplanung RWE Power und Landrat Michael Kreuzberg griffen dabei engagiert zur Schaufel (s. Foto). Die neue Heizungsanlage ist ein Pilotprojekt und wird im Rahmen des Wettbewerbs „Kraft-Wärme-Kopplungs-Modellkommune“ durch Mittel des Landes NRW gefördert. Sie zeichnet sich insbesondere durch die Verwendung von Wärmepumpen aus, die einen Teil der in den bis zu 26 °C warmen Sümpfungswässer des Tagebaus Hambach enthaltenen Wärmeenergie auf die zur Gebäudeheizung benötigte Temperatur von 60°C bringen. Die elektrische Energie für den Betrieb der Wärmepumpen wird durch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk erzeugt, dessen Abwärme ebenfalls zu Heizzwecken verwendet werden soll. Es wird interessant werden zu sehen, ob die erwarteten Energieeinsparungen in der Größenordnung von 30 % sich tatsächlich einstellen.

Eine spannende Frage ist außerdem, wie sich der Eisengehalt der Sümpfungswässer, die in Rohrleitungen direkt am Schulgelände vorbeifließen, auf den Betrieb der Wärmetauscher auswirken wird.

Schülerinnen und Schüler des Gutenberg-Gymnasiums werden sich vom 12.5.-23.6. intensiv mit den Hintergründen befassen. Im Physikunterricht der Klassen 9b und 9c werden dabei unter der Leitung von Herrn Gerhards und Herrn Tielemans vorwiegend Aspekte der Energieumwandlung thematisiert. Frau Bauer nimmt mit ihrem Erdkundekurs in der Kl. 10 (EF) die geografischen Anteile des Themas auf Korn, während Frau Dr. Modarressie im Biologieunterricht der Klasse 8a das Thema „Fossile und regenerative Energien“ aus ökologischer Perspektive beleuchten wird. Frau Weber und ihr EF-Kurs werden dem Projekt künstlerische Aspekte in Gestalt von Fotografien verleihen.

Krönender Schlusspunkt des Unterrichtsprojekts wird eine Ausstellung im Eingangsbereich des Gutenberg-Gymnasiums sein, die auch das Ziel hat, die interessierte Bevölkerung aus dem Wohnumfeld der Schule mit Informationen zu versorgen.