Romeo and Juliet in New York – eine moderne Inszenierung der 9a!

Romeo und Julia, das sind die Kinder zweier zerstrittener Familien aus dem New Yorker Showbiz, sie leben in der Glitzerwelt der Stars. Oder nicht? Stimmt, William Shakespeare siedelte dieses Drama am Ende des 16. Jahrhunderts in Verona an. Doch nicht die 9a des Gutenberg-Gymnasiums! Nachdem die Schülerinnen und Schüler bereits in der 8. Klasse das Drama „Romeo und Julia“ im Deutschunterricht gelesen hatten (ja, der Verlag des Schulbuches hat Schiller gegen Shakespeare ausgetauscht!), entwickelten sie die Idee, dieses Stück auf Englisch zu inszenieren. Dazu holten sie sich ihre Klassen- und Englischlehrerin ins Boot, Annika Wickert-Kilincel. Erfahrung hatten alle Beteiligten bereits miteinander im Theaterspiel, da die Klasse schon am Ende der Jahrgangsstufe 7 den selbstgeschriebenen Krimi „Death calls at dinner“ erfolgreich auf die Bühne gebracht hatte.

Am Abend des 1. Oktober 2019 gab es dann im Theaterkeller des Gutenberg-Gymnasiums die Präsentation einer gekürzten und leicht veränderten Version von Shakespeares „Romeo and Juliet“ in einer Version für das Jahr 2019. Seit Juni 2019 war für dieses Stück geschrieben und geprobt worden. Die größte Herausforderung lag – so die Klassenlehrerin – im Lernen des sehr umfangreichen Textes und darin, diesen zu spielen. Der Text durfte nicht nur aufgesagt, sondern musste durch Mimik, Gestik und Bewegung im Raum gelebt werden.

Dieses schwierige Unterfangen gelang den jungen Schauspielern. In zweimal 45 Minuten spielten, sangen und unterhielten die 26 Schülerinnen und Schüler der 9a das Publikum im vollbesetzten Theaterkeller. Insbesondere konnten die Darsteller der Figuren Romeos und Julias, Noah und Mai, als junges Liebespaar, das sich gegen alle gesellschaftlichen Schranken durchsetzen will, überzeugen. Sophia überraschte als Sister Lawrence das Publikum mit ihrem Gesang und Lampis gab der Figur des Mercutio eine besondere Note, indem er sein Englisch mit einem indischen Akzent versah.

Am Ende wurde die Inszenierung der 9a ganz klassisch: Auch im Jahr 2019 überleben Romeo und Julia nicht, aber ihre zerstrittenen Familien versöhnen sich. So hat die 9a gezeigt, dass William Shakespeares 400 Jahre altes Drama immer noch aktuell und nicht nur in Verona, sondern auch in New York und möglicherweise auch in Bergheim von Bedeutung ist.

Das Publikum belohnte den schauspielerischen Einsatz der 9a und ihrer Klassenlehrerin Frau Wickert-Kilincel mit Standing Ovations. Wir gratulieren zu dieser gelungenen Inszenierung, die nicht nur in der Darstellung, sondern auch durch die Leistung, dieses Stück auf Englisch zu präsentieren, etwas ganz Besonderes war!

Text: A. Gregor
Fotos: E. Meinecke