„Schlau durchs Netz“ mit der Rheinischen Fachhochschule – Medien-Studenten trainieren Sechstklässler

Das Gutenberg-Gymnasium setzt im Bereich der Medienerziehung auf Experten aus der Wissenschaft und bietet im Rahmen einer Kooperation mit der Rheinischen Fachhochschule (RFH) in Zukunft Medienkompetenztraining der besonderen Art. Die Medienkompetenz-AG „Schlau durchs Netz“ ist ein Projekt von Mediendesignstudenten der RFH. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ludwigs hat die Projektgruppe ein interaktives und multimediales Lernpaket entwickelt, das Schülern der Stufe 6 altersgerecht und praxisnah Möglichkeiten wie auch Risiken des Internets bewusst macht. Im Rahmen des Junior-Science-Cafes war Prof. Dr. Ludwigs bereits am 9. Juni 2015 als Experte zum Thema „Schulbildung und Mediennutzung“ am Gutenberg-Gymnasium. Im Dialog mit Lehrer Christian Bollermann, Ansprechpartner für den Bereich Neue Medien der Schule, entstand so die Idee zu einer Kooperation im pädagogischen Bereich. Erstmalig konnte im Rahmen der Projektwoche im Sommer 2015 ein Projekt zum Thema „Schlau durchs Netz – Nachhaltig lernen und kommunizieren in der digitalen Welt“ durchgeführt werden, mit durchweg positiven Rückmeldungen: „Ich fand das Projekt gut, weil man viel lernen konnte. Die Betreuer waren sehr nett. Es hat Spaß gemacht und war abwechslungsreich.“, so eine der anonymen Bewertungen der jungen Teilnehmer. Im Februar 2016 werden nun an drei Dienstagen jeweils 90-minütige Lerneinheiten für alle Klassen der Stufe 6 durchgeführt. Da das Internet für Kinder und Jugendliche nicht nur Informationsquelle für Lernzwecke, sondern auch Kommunikations- und Unterhaltungsmittel ist, umfasst das Unterrichtspaket die drei Themenblöcke Information, Kommunikation und Unterhaltung. Den Schülern werden verschiedene Suchmaschinen vorgestellt, sie lernen, wie man mit Hilfe von Suchoperatoren effizient recherchiert, Quellen kritisch bewertet und sie richtig verwendet. Da Kommunikation im Internet bei Schülern überwiegend über soziale Netzwerke stattfindet, wird eindrücklich gezeigt, wie strikte Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook und das Befolgen der Netiquette vor Datenmissbrauch und Cybermobbing schützen. Beim Online-Unterhaltungssektor ist besondere Vorsicht geboten: Schnell hat man Filme und Spiele illegal heruntergeladen, seine E-Mail-Adresse preisgegeben und ungewollt ein Abo angeschlossen. Die Schüler sollen für diese Gefahren sensibilisiert sowie außerdem auf das Problem der Onlinespielsucht aufmerksam gemacht werden. Methodisch-didaktisch setzt die AG auf praxisnahe Fallbeispiele aus dem Alltag von Kindern. Mit speziell für den Unterricht produzierten Clips und Übungsblättern werden die Schüler dazu motiviert, Probleme selbst zu erkennen, zu reflektieren und zu lösen. Schulleiter Stephan Thies freut sich entsprechend über diese Entwicklung: „Mit der Einbindung des Angebots der RFH in unser Medienkonzept zahlt sich für die Schule spürbar aus, dass wir der Einrichtung eines FH-Studiengangs (BWL) in unserem Gebäude zugestimmt haben. Es sind weitere Kooperationen geplant.