Tag der Energie und Menschenrechte

„Wir können hinsichtlich Energie als auch betreffend Menschenrechte froh sein, dass uns in Deutschland beides gesichert zur Verfügung steht. Fehlt es auch nur an einem der beiden, schränkt dies unser leben, die Art uns zu verwirklichen und zu entwickeln massiv ein“, schrieb der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Harry Kurt Voigtsberger in seinem Grußwort, das die stellvertretende Schulleiterin Gisela Fiebig bei der Eröffnung eines Projekttages verlas, der zum ersten Mal Fragen der (natur-)wissenschaftlichen Erkenntnis und der Energiegewinnung mit dem Aspekt der Menschenrechte kombinierte. Der Minister bedauerte ausdrücklich, nicht selbst anwesend zu sein, weil parallel ein Treffen der Länderwirtschaftsminister stattfand. Er gratulierte ausdrücklich zur Initiative des Gutenberg-Gymnasiums. Ebenfalls lobend äußerte sich die Bergheimer Bürgermeisterin Maria Pfordt, die als Schirmherrin die Veranstaltung eröffnete.

Unseren Schülerinnen und Schülern wurde ein umfangreiches Programm geboten, bei dem auch die Studien- und Berufsberatung nicht zu kurz kamen. In Form von Ausstellungen, Workshops und Vorträgen konnten sich die Schülerinnen und Schüler über viele Aspekte der Themen informieren aber auch selbst mitwirken. Der Menschenrechtsteil wurde maßgeblich von Schülerinnen und Schülern der von Herrn Höpfner geleiteten Menschenrechts-AG des Gutenberg-Gymnasiums gestaltet. Es wurde z.B. über die Lage in Afghanistan, die Rolle der Frauen in islamischen und afrikanischen Gesellschaften oder Kinderarbeit und Kindersoldaten berichtet. Vorträge von Referenten von Unicef, Greenpeace und Ärzte ohne Grenzen ergänzten diese Beiträge. Energieexperten des Forschungszentrums Jülich, des Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Energie-Agentur NRW, des Stahlinstituts Düsseldorf, der Fachhochschulen Aachen, Köln und  Pulheim, der RWTH Aachen, der Europäischen Akademie Bad Neuenahr sowie der Firmen Philips und RWE berichteten über aktuelle Forschungen  auf ihren Arbeitsgebieten. Besonders erfreulich war, dass es auch gelang, die Gebiete Energie und Menschenrechte unter einen Hut zu bringen. In ihren Vorträgen referierte Thomas Schmidt von Greenpeace über die Konflikte zwischen Energiegewinnung und Menschenrechten, der Philosoph Dr. Markus Stepanians von der RWTH Aachen über die Frage „Gibt es ein Menschenrecht auf Energie und die Wirtschaftswissenschaftlerin Frau Maximiliane Sievert vom RWI in Essen über die Auswirkungen von Elektrifizierungsprojekten in Ländern der Dritten Welt. Die Resonanz  auf die Veranstaltung bei Schülerinnen, Schülern und Lehrern war trotz einiger organisatorischer Pannen überaus positiv und ermutigt, solche Tage auch in Zukunft anzubieten.

Bei der Beurteilung der Frage, ob der Menschenrechtsteil mit dem Wissenschafts- und Beratungsteil kombiniert werden sollte, sind die Meinungen  jedoch geteilt. Von den Gästen, die als Referenten, Aussteller oder Berater entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, wurden die Organisation und ganz besonders unsere Schülerinnen und Schüler gelobt. In allen Vorträgen wären sie  aufmerksam und interessiert gewesen. Selbst jüngere Zuhörer hätten intelligente Fragen gestellt und einige Diskussionen hätten abgebrochen werden müssen, weil der nächste Vortrag wartete.  Alle Teilnehmer versicherten, dass sie gerne wieder kommen würden.