Theater, Musik und Kunst – Gelungene Benefizveranstaltung der Fachschaft Kultur im Theaterkeller des Gutenberg-Gymnasiums

Am Dienstag, den 24.03., war es endlich soweit: Nachdem der Vokalpraktische Kurs sowie die Literaturkurse der Schule über einige Wochen ihren Unterricht in andere Klassenräume oder die Aula verlegen mussten, konnte der Theaterkeller des Gutenberg-Gymnasiums in neuem Licht erstrahlen. Feuchtigkeit und Schimmel waren im vergangenen Jahr zu einem Problem geworden, das beseitigt werden musste, da es den Literaturkursen sowie dem Vokalpraktischen Kurs unter diesen Umständen nicht mehr möglich gewesen war, dort weiterhin zu proben. Wochenlang hatte Ute Drewe, Lehrerin eines Literaturkurses am GuGy, in Zusammenarbeit mit Hausmeister Ralf Klee Sponsoren gesucht, gestrichen, Teppiche verlegt und den Theaterkeller mit harter Arbeit auf Vordermann gebracht. Zudem war auch der eigentliche Ausweichort für Proben von beiden entrümpelt und mit großem Engagement neu hergerichtet worden. Als feststand, dass man die Kasse der Fachschaft Kultur nun wieder aufbessern musste um weiterhin gelungene Inszenierungen zu zeigen, hatte Ute Drewe die Idee gehabt, ein Programm für Eltern, Schüler und Kollegen zu organisieren. Das GuGy öffnete seine Türen um 19.00Uhr und Schulleiter Stephan Thies sowie Ute Drewe empfingen die Besucher mit einem Sektempfang in der Mensa der Schule. Neben Eltern, Schülern und Lehrern hatte auch Maria Pfordt, Bürgermeisterin der Stadt Bergheim, den Weg zum Gutenberg-Gymnasium gefunden. Die Lehrerband des GuGy (Tina Weyand, Henni Bender, David Kühne, Fabio Brandt und Christian Bollermann) eröffnete das Programm im Theaterkeller selbst mit Gesang, Gitarren, Schlagzeug und Stepptanz sowie zwei aktuellen Hits. Ziemlich beeindruckt stellten die Schüler und Schülerinnen fest, dass ihre Lehrer „echt noch was drauf haben“. Gaby Jeckel schlüpfte an diesem Abend in die Rolle der Karla Kolumna und beobachtete Johanna Jahn und Ute Drewe in den alltäglichen Unterrichtssituationen und spiegelte den Schülern und Schülerinnen liebevoll mit Originalzitaten aus dem Unterricht ihr ab und an sehr amüsantes Verhalten. Herzliche Lacher von Seiten der Eltern, Schüler und auch der Bürgermeisterin zeigten, dass jeder sich in diesen kleinen „Lehrer-Schüler-Szenen“ wieder erkannte. Dr. Michael Breidbach zeigte, gemeinsam mit Katrin Ebel und Niels Menge, den Zuschauern mit einer Reihe von Gedichten die Relevanz und Irrelevanz von Mathe und dem Lehrersein und hielt am Ende noch eine außergewöhnliche Rede vor den amüsierten Zuschauern. Die Literaturkurse von Ute Drewe und Katrin Ebel machten Werbung und führten in kleinen Szenen jeweils Auszüge ihrer aktuellen Stücke, die beide Ende Mai/Anfang Juni (Herren im Haus) und Mitte Juni (Sherlock Holmes) im Theaterkeller aufgeführt werden. Die Schüler und Schülerinnen des Vokalpraktischen Kurses von Tina Weyand sangen in Bestform und erhielten tosenden Applaus nach ihren eindrucksvollen Auftritten. Die Musiklehrerinnen Tina Weyand und Henni Bender faszinierten zum Abschluss mit Querflöte und Saxophon und kamen um eine Zugabe am Ende nicht herum. Dass auch der Schulleiter eine Rolle auf der Bühne übernahm, erfreute die Schüler und Schülerinnen. Mit einer eigens auf die Sonnenfinsternis erweiterten Version von „Ein Fräulein stand am Meere“ von Heine knüpfte er an dieses Ereignis der vergangenen Woche an und präsentierte gegen Ende Tucholsky. „Mein Herzschlag kommt langsam wieder in den normalen Rhythmus“, gestand Stephan Thies am Ende der Veranstaltung, der wie jeder andere der Darsteller mit etwas Lampenfieber auf die Bühne gegangen war. Zum Abschluss hatte Niels Menge, der unterstützt von Katrin Ebel durch den Abend führte, alle Darsteller und Mitwirkenden auf die Bühne geholt und begleitet von Frau Drewe und der Schulleitung begaben sich alle Gäste in die Kunstausstellung der Jahrgangsstufe Q2. Lisa Hoffmann, Leiterin dieses Kurses, hatte gemeinsam mit viel Mühe und Engagement eine Ausstellung zum Thema „Zukunft- Gegenwart- Vergangenheit“ mit den Schülern und Schülerinnen vorbereitet, die ihre Exponate stolz präsentierten. Nette Gespräche der Gäste bei Getränken und Speisen durch das Catering der angehenden Abiturienten rundeten den mehr als gelungenen Abend ab, zu dem Frau Pfordt begeistert feststellte, dass sie ja gar nicht gewusst habe, worauf sie sich einlasse und daher umso begeisterter wäre, wie kurzweilig und vielfältig das Programm gewesen sei.

K. Ebel