Beratungskonzept

Ansprechpartner: alle Beratungslehrer

Darstellung
Alle Lehrerinnen und Lehrer beraten immer und in vielen Alltagssituationen Schülerinnen und Schüler. Das gehört zum Aufgabenfeld der Lehrer*innen, sie sind die Experten ihrer Fächer und der von ihnen unterrichteten Lerngruppen. In der Regel deckt der Unterrichtende Fragestellungen der Lernorganisation und der Leistungsmessung ab. Darüber hinaus verfügt unsere Schule über vier ausgebildete psychologisch-pädagogische BeratungslehrerInnen sowie Drogenberatungslehrer. Weitere Lehrer haben Interesse an der Ausbildung angemeldet.

 Systemische Beratung und Einzelfallhilfe
Die Aufgaben der Beratungslehrer*innen sind zweigeteilt. Auf der einen Seite beraten sie Klassen und Kurse in Problemsituationen, die den Lernfortschritt hemmen oder gar unmöglich machen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die frühzeitige Intervention bei Mobbing gelegt. Die Beratung ist systemisch angelegt, das bedeutet, dass die Gruppen in ihren Strukturen betrachtet werden. Eine Reflexion des Verhaltens soll dabei zu Erkenntnissen führen. Unterstützt wird diese Arbeit durch das Erziehungskonzept für die Sekundarstufe I, da gerade dort unangemessenes Verhalten von Schülerinnen oder Schülern zu einer oftmals unnötigen Gefährdung der Schullaufbahn führen kann.

Ein weiteres Arbeitsfeld der Beratungslehrer ist die Einzelfallhilfe. Hierbei werden sowohl einzelne Schülerinnen und Schüler sowie Eltern beraten, die Hilfe aktiv suchen. Dies kann vor dem Hintergrund von Leistungsproblemen der Fall sein, häufig handelt es sich aber auch um Probleme der Lebensplanung oder die Zerrüttung zwischen Eltern und Kindern. Die Beratungen bieten Hilfestellungen in Erziehungs- und Entwicklungsfragen als auch bei Fragen der Lebensführung.

Einzelfallberatung durch die Beratungslehrer*innen schließt die Lücke zu den (zu) wenigen Schulpsychologen der Region und vermittelt durch gute Kontakte zu Jugendamt, Beratungseinrichtungen, Polizei und Psychologen mögliche weitere Hilfe. Beratung unterliegt den Grundsätzen der Freiwilligkeit und der Verschwiegenheitspflicht.

 Gewalt- und Suchtprävention
Gewalt- und Suchtvorbeugung sind wichtige pädagogische Themen. Sie spielen als Leitprinzipien eine bedeutende Rolle im gesamten schulischen Leben. Der Erfolg von Prävention hängt stark vom Erwerb von psychosozialen Fertigkeiten und von der Förderung des Selbstwertgefühls der Schülerinnen und Schüler ab. Das ist in erster Linie Aufgabe des Elternhauses. Die Arbeit unserer Schule knüpft an die Erziehungsbemühungen des Elternhauses an und fördert die Entwicklung der oben beschriebenen Fertigkeiten. Gewalt- und Suchtvorbeugung findet einerseits im Fachunterricht statt (Biologie, Deutsch und Religion/praktische Philosophie), indem die relevanten Themen behandelt werden und die Schülerinnen und Schüler eine solide Wissensgrundlage bekommen. 

Da sich aber Ziele wie 

    • Umgang mit Angst, 

    • Treffen von Entscheidungen,

    •  sinnvolle und geschickte Kommunikation,

    • Beherrschen von Formen der Kooperation

    • Beherrschen von Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung und 

    •  nachhaltige Veränderung des eigenen Verhaltens 

kaum durch den traditionellen Unterricht erreichen lassen, bemühen wir uns andererseits durch ständiges Training in allen Fächern unabhängig vom Stoff um eine zeitgemäße Gewalt- und Suchtvorbeugung.

Pädagogisch ist die Zeit der Pubertät eine besonders schwierige Aufgabe für Schule und Elternhaus zugleich. Die Schule spricht notwendige Einzelmaßnahmen und Konzepte mit den Elternpflegschaften ab und bietet darüber hinaus durch die Beratungslehrer für Suchtvorbeugung und die Beratungslehrer Elternabende bzw. Elternseminare zum Thema Pubertät, Gewalt- und Suchtvorbeugung an. Außer dem Präventionskonzept verfügt die Schule über Interventionspläne für Krisenfälle. Hier arbeiten die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer eng mit dem Schulleiter und der Schulpflegschaft zusammen. Die Schule ist in Bergheim und im Erftkreis in ein Netz mit anderen Schulen und mit außerschulischen Jugendeinrichtungen sowie mit Polizei und Verwaltung eingebunden, so dass notwendige Maßnahmen schnell abgesprochen werden können und ein regelmäßiger Austausch von Informationen gewährleistet ist. Gelegentlich finden auch größere Projekte in der Schule statt, die die Gewalt- oder Suchtproblematik behandeln.

 Aktive Beratungslehrer im Schuljahr 2021/22

Herr Furmanski Frau Ebel Frau Jahn (Suchtprävention)