„Schule ohne Rassismus“

Ansprechpartner: Herr Höpfner

Am 20. Februar 2014 wurde dem Gutenberg-Gymnasium offiziell der Titel „Schule ohne Rassismus“ zuerkannt. Das dazugehörige Projekt „Schule ohne Rassismus“ wurde in Deutschland 1995 von Aktion Courage e. V. initiiert. Angesichts der zunehmenden fremdenfeindlichen und rechtsextremistisch motivierten Gewalt in Deutschland reifte die Überlegung: Es sollte in Deutschland eine Organisation geben, in der Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihren Beitrag zum Aufbau einer Zivilgesellschaft zu leisten.

Seit dem Jahr 2000 richtet sich das Projekt nicht nur gegen Rassismus im klassischen Sinne, sondern gegen alle Formen von Diskriminierung (aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage orientiert sich dabei an Artikel 21 der 2000 verabschiedeten und am 1. Dezember 2009 in Deutschland in Kraft ge­tretenen Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Dort heißt es: „Diskriminierungen, insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, sind verboten.“ Das Projekt wird von Bund und Land durch die Einrichtung von Bundes- und Landeskoordinatorenstellen unterstützt.

Um den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu bekommen, müssen Schulen drei Voraussetzungen erfüllen: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten, müssen eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, dass sie sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung wenden. Sollte es zu Diskriminierungen kommen, verpflichten sich die Unterzeichner zu aktivem Einschreiten. Schließlich wird an einer SOR-SMC-Schule mindestens einmal im Jahr einen Projekttag zum Thema durchgeführt. Außerdem muss die Schule, bevor sie den Titel verliehen bekommt, einen Paten finden, der ihre Schule unterstützt.

Alle diese Voraussetzungen waren von der seit 1998 an der Schule existierenden Menschenrechts – AG erfüllt worden. Die Selbstverpflichtungserklärung haben ca. 74 Prozent der Menschen an unserer Schule unterschrieben und in einem Projekttag sind entsprechend der Neuausrichtung Rassismus im engeren und Diskriminierung im weiteren Sinn in den Jahrgangsstufen 8 und 9 thematisiert worden. Als Paten konnte die AG Herrn Dr. Kösters, ein in Bergheim lebender Publizist und Moderator gewinnen.

Die Schule begreift den Titel als Verpflichtung, Rassismus im engeren und Diskriminierung im weiteren Sinn in Wort und Tat aufzuspüren und zu bekämpfen.

Umsetzung:

  • Die Schule wird den Titel in ihren Briefkopf übernehmen,
  • den Kolleg(inn)en wird ein Informationsblatt zur Verfügung gestellt, das als Grundlage für die Gespräche mit den Klassen und Eltern dient,
  • in jedem Schuljahr wird mindestens ein Projekt durchgeführt, das die o.a. Kriterien erfüllt und von der Menschenrechts-AG ausgewertet,
  • durch gezieltes Nachfrage bei Klassenlehrer(inne)n und Tutor(inn)en wird die Grundlage für eine Evaluation geschaffen.