Was ist Zukunft? Wie gestalte und gewinne ich Zukunft? – Der Bergheimer Zukunftstag für Jungen am GuGy

„Zukunft? Was ist das? Sollten wir nicht im Hier und Jetzt leben?“ Ja, das ist grundsätzlich richtig. Trotzdem ist es wichtig, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Um diesen Gedanken in den Blick zu nehmen, trafen sich die rund 50 Jungen der Jahrgangsstufe 9 am Morgen des 26. April 2018 im Keller des Anbaus mit Dr. Winfried Kösters, der als freiberuflicher Journalist, Publizist, Moderator, Trainer und Berater tätig ist.

Der von ihm und Herrn Höpfner begleitete Tag sollte den teilnehmenden Jungen einen Raum geben, sich über ihre Zukunft Gedanken machen zu können. „Wo stehe ich in zehn Jahren? Wo im Jahre 2030? Was werde ich machen, wenn ich im Alter meiner Großeltern bin?“ Diese und weitere Fragen stellten sich die Jungen im Rahmen des Workshops. Herr Dr. Kösters konnte die Jungen zunächst beruhigen: Es herrscht Fachkräftemangel, d. h. gut ausgebildete junge Menschen haben sehr gute Chancen, in ihren Wunschberufen zu arbeiten. Auch die Schüler der Jahrgangsstufe 9 haben also sehr gute Berufsaussichten – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie ihre Chancen – auch schon jetzt während der Schulzeit – nutzen!

Im Laufe des Tages fanden die Jungen heraus, dass sich der Arbeitsmarkt in den letzten 30, 40, 50 Jahren stark gewandelt hat. Durch eine weitgreifende Digitalisierung, aber auch durch Werte- und Rollenwandel sind frühere Berufe weggefallen und viele neue hinzugekommen. Berufe, die früher Männern vorbehalten waren, können heute auch von Frauen ausgeübt werden – und umgekehrt.

Die Jungen waren an diesem Tag unter sich. Sie konnten sich also in aller Ruhe selbst fragen, welche Rollen in ihrem Leben sie sich vorstellen können und welche sie anstreben. Mit welchem Rollenbild wollen sie ihre persönliche Zukunft gestalten?

Konkret wurde es, als die Schüler ihre Berufswünsche auf Karteikarten schrieben und an eine dafür vorbereitete Moderationswand hefteten. Anschließend mussten sie sich selbst folgenden Fragen stellen: „Was habe ich für Stärken, was kann ich gut? Über welche besonderen Fähigkeiten verfüge ich? Was fehlt mir, um meinen Berufswunsch zu erfüllen? Was brauche ich? Woher bekomme ich es?“.

Dr. Kösters schloss den Tag mit einer Blitzlichtrunde, in der sich jeder Schüler dazu äußern konnte, welche Gedanken er in Bezug auf seine Zukunft nach diesem Tag mitnehmen würde. Die Eindrücke waren sehr unterschiedlich und reichten von „Ich kann jeden Beruf ergreifen, den ich möchte.“ bis hin zu „Geld ist nicht das Wichtigste!“.

Zentral bleibt aber die Aussage des 2005 verstorbenen Ökonomen Peter Drucker: „Die Zukunft vorhersehen, heißt sie zu gestalten.“ Und so hoffen wir, dass die Jungen der Jahrgangsstufe 9 sich nun noch mehr darüber im Klaren sind, dass sie ihre Zukunft gestalten müssten und dass es keiner für sie tun wird. Seht eure Zukunft als Chance und nicht als Risiko, denn ihr habt sie in der Hand!

A. Gregor