Zukunftstag 2019 am GuGy – die Perspektive der Mädchen

Es war ein buntes Angebot, dass der Girls’ Day am 28. März für die Mädchen des Jahrgangs 9 bereit hielt. Unter der Leitfrage „Was will ich, was nicht?“ besuchten die Mädchen in klassengemischten Gruppen verschiedene Workshops:
Einer der Workshops wurde von Nina Trumm von der mobilen Jugendhilfe Bergheim geleitet. Hier ging es darum, eigene Grenzen zu erkennen und klar zu benennen. Die Mädchen diskutierten darüber, welche Ressourcen sie haben und worauf sie in schwierigen Zeiten zurückgreifen können. Es wurde gemeinsam herausgearbeitet wie wichtig es ist, die eigene Stimme zu finden und sie, wenn nötig, auch zu erheben.
Doch wie schwierig es sein kann, die eigene Stimme in Politik und Gesellschaft zu erheben, brachte der darauffolgende Workshop unter Leitung von Frau Schmitz zur Sprache. Die Schülerinnen erfuhren, dass Frauen in Stadt- und Gemeinderäten, in den Landesparlamenten sowie im Bundestag weit unterrepräsentiert sind und erörterten die Gründe für diese Situation. Im Anschluss wurde in einer simulierten Parlamentsdebatte mit Rede und Gegenrede zum Thema „Fridays for future“ , tatkräftig geübt, selbstbewusst eine gesellschaftspolitische Haltung zu vertreten.
Der dritte Workshop hatte einen anderen Fokus, nämlich das Ausformulieren von konkreten Vorstellugen zum Frau-Sein in unserer modernen Gesellschaft. Es ging um Visionen, Hoffnungen und Träume. Unter der Leitung von Frau Arste und Frau Kilincel äußerten die Mädchen Assoziationen zu Klischees, Vor- Urteilen über Frauenrollen, die sie zuvor anhand von Bildern gesammelt hatten.
Sie schrieben Dinge auf, die sie aktuell beschäftigen oder suchten nach Bildmaterial, das die eigene Sichtweise abbildet. Dann wurden diese Gedankenschnipsel je nach persönlicher Vorliebe zusammengeknüllt, ordentlich gefaltet oder hübsch verschnürt und in einen zuvor vorbereiteten Kokon gepackt. Die so befüllten Kokons werden nun an einem sicheren Ort in der Schule aufbewahrt, um sie am Girls’ Day 2020 ihren Besitzerinnen zu überreichen.

Dann wird sich zeigen, ob sich in der Zwischenzeit eine Metamorphose vollzogen hat oder nicht!

Im Anschluss an die Workshops gab es einen gemeinsamen Imbiss mit den Jungs, den der Förderverein gespendet hat, und noch einen Vortrag von unserem Berufsberater Herrn Lautenschläger, der die berufliche Planung und die schulischen Ziele in den Vordergrund rückte.