DELF

Vorstellung des DELF:
Seit 2004 nehmen in jedem Jahr Schülerinnen und Schüler des Gutenberg-Gymnasium/Bergheim an den DELF-Prüfungen teil. Diese Prüfungen führen zum Erwerb eines Sprachdiploms (Diplôme d’Etudes en Langue Française), das vom französischen Staat erteilt und von den Kultureinrichtungen der Französischen Botschaften verwaltet wird. In Nordrhein-Westfalen wird die Durchführung in Zusammenarbeit mit den französischen Prüfungszentren, bei uns mit dem Institut Francais in Köln, der Bezirksregierung und den Schulen gewährleistet. Das Sprachdiplom kann in aufeinander aufbauenden Kompetenzstufen gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) abgelegt werden und hat weltweit Geltung. Insbesondere für den Arbeitsmarkt oder das Bewerben an (ausländischen) Universitäten bietet dieses Diplom die Möglichkeit, eine Kenntnis Von Sprache nachzuweisen.

Für die Bestimmung der Sprachkompetenz werden im Referenzrahmen sechs verschiedene Referenzniveaus unterschieden, anhand derer die sprachlichen Fertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben) konkret beschrieben und somit vergleichbar werden:

A1 – Niveau introductif

A2 – Niveau intermédiaire

B1 – Niveau seuil

B2 – Niveau avancé

C1 – Niveau autonome

C2 – Maîtrise

Zu jedem der sechs Referenzniveaus kann ein lebenslang gültiges DELF-Diplom erworben werden. Für jedes Referenzniveau existiert ein eigenes, vom Erwerb vorhergehender Zertifikate unabhängiges Diplom. Jede dieser Diplomprüfungen überprüft die mündlichen und schriftlichen Fertigkeiten (compréhension de l’oral, compréhension des écrits, production écrite, production orale). Die schriftlichen Prüfungsteile werden an den jeweiligen Schulen erledigt, die mündliche Prüfung wird am Institut Francais in Köln vor frankophonen Sprechern abgelegt.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn in jedem Prüfungsteil die Mindestpunktzahl von 5 Punkten und insgesamt mindestens 50 von maximal 100 Punkten erreicht werden. Die Vorteile, die der Erwerb eines solchen Sprachdiploms bieten, liegen auf der Hand: Die Schülerinnen und Schüler können den Fortschritt ihrer Sprachkenntnisse nachweisen, sie können sich in echten Prüfungssituation vor fremden und fremdsprachlichen Prüfern bewähren und vor allem erwerben sie wertvolle Zusatzqualifikationen für Praktikum, Beruf oder Studium.

Vorstellung des Konzepts:
Dass unsere Schule den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, an den DELF-Prüfungen teilzunehmen, ist nicht nur für sich betrachtet eine Bereicherung, sondern stellt einen Eckpfeiler im Sprachen- und Förderkonzept der Schule dar. So werden m Rahmen des Französischunterrichts schriftliche und mündliche Kompetenzen ausführlich trainiert. Das Lehrwerk „A plus“, mit welchem wir als Fachschaft Französisch an unserer Schule arbeiten, enthält sogar eigens durch das Signum „DELF“ gekennzeichnete, konkret auf die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler im DELF vorweisen sollen, vorbereitende Übungen.

Darüber hinaus bietet es aber die Möglichkeit, gezielt solche Schülerinnen und Schüler des Fachs anzusprechen, die eine weitere Förder- bzw. Fordermöglichkeit im Fach Französisch suchen. Denn diese können an der die DELF-Prüfungen vorbereitenden AG teilnehmen. Diese findet – nach den verschiedenen Sprachniveaus– in der Regel zweiwöchentlich statt bzw. werden für die höheren Qualitätsstufen auch gerne als Workshops organisiert. Die Teilnahme von im Durchschnitt mehr als 35 Schülerinnen und Schülern an den jährlichen DELF-Prüfungen und der vorbereitenden AG bzw. den Workshops erhöht zudem die Außenwirkung, die das Fach Französisch an unserer Schule erzielen möchte. Sehr häufig ist dies ebenfalls ein sehr wichtiges Zugpferd bei der Sprachwahl für die Stufe 6, da Eltern erkennen, dass hier eine Positivförderung ihres Kindes vorgenommen wird, die aus dem Unterricht herausragt, und sogar Dokumente liefert, die die Schülerinnen und Schüler für ihre weitere Biographie nutzen können.

In den meisten Fällen verzeichnen wir Anmeldungen für die ersten drei Sprachniveaus (A1, A2 und B1). Besonders erfreulich ist die hohe Erfolgsquote: Da wir meist in der Klasse 8 mit den A1-Prüfungen beginnen, hatten wir in den letzten Jahren kaum Schülerinnen und Schüler, die die Prüfungen nicht bestanden haben. Auch diesen Erfolg nutzen wir konzeptionell und veröffentlichen die Erfolge sowohl auf der Homepage als auch in der Schulzeitung „Profil“. An der Idee, dass für die Übergabe der Diplome ein geeigneter Rahmen zu finden ist, wird noch gearbeitet. Denn auch hier ist die Möglichkeit der Außendarstellung und der repräsentativen Würdigung der Prüflinge noch nutzbar. Im Jahr 2013 haben wir nun aber auf Nachfrage beim Institut Français ein Zertifikat erhalten, das unserer Schule die langjährige Kooperation mit dem französischen Bildungsministerium bestätigt.

Evaluation:
Als Evaluation der DELF-AG dürften die Ergebnisse der Prüfungen dienen. Ein anderes Evaluationselement (z.B. ein Fragebogen nach Beendigung der AG, aber vor Anfang der Prüfung) wäre ein denkbares Element, das diese Evaluation ergänzen könnte. Hierüber wird die Fachkonferenz Französisch im nächsten Schuljahr beraten.