Die Bergheimer Stolpersteine erinnern an die Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und schlimmstenfalls ermordet wurden. Um die Erinnerung an die verfolgten Bergheimer Bürgerinnen und Bürger wieder sichtbar zu machen, hat die Klasse 9a mit Frau Gregor Stolpersteine in Bergheim geputzt.
Frau Delbach vom Stadtarchiv Bergheim erwartete die Schülerinnen und Schüler bei den Stolpersteinen vor dem Zugang zum Parkhaus am Krankenhaus. Neben Putzmitteln brachte sie Archivmaterial mit, u. a. Meldekarten und Personenstandsregister, mit dem die Jugendlichen sich Hintergrundinformationen zu den Personen, für die die Stolpersteine verlegt wurden, erarbeiteten.
Besonders erschreckend blieb den Schülerinnen und Schülern in Erinnerung, dass während der NS-Zeit sogar in den Meldekarten vermerkt worden war, wenn jemand eine Einschränkung hatte. Diese Person wurde dann als „schwachsinnig“ gekennzeichnet. Auch dass man jüdischen Bürgern ihre deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt und die Meldekarten mit dem Stempel „kein Reichsbürger“ versehen hatte, machte die Jugendlichen betroffen. Besonders still wurde es bei der Erkenntnis, dass die meisten Menschen, für die die Stolpersteine verlegt wurden, verschleppt und getötet worden waren.
Schülerinnen und Schüler putzen regelmäßig im November oder Januar gemeinsam mit dem Team des Stadtarchivs Stolpersteine in Bergheim. Um den 9. November herum erinnert die Schulgemeinschaft an die schrecklichen Ereignisse in der Reichspogromnacht im Jahr 1938. Ende Januar wird der Gedenktag für die Opfer der Nationalsozialisten am 27. Januar, an dem im Jahr 1945 das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde, zum Anlass genommen.
#NieWiederIstJetzt!
Text: Alessia C. und Fr. Gregor
Bilder: A. Gregor